Keine Frage: Straftäter gehören bestraft - doch die Todesstrafe ohne das Urteil durch Jesus Christus sollte nicht dazu gehören.

 

Krone 15. Mai 2016

Pharma - Riese boykottiert Hinrichtung

Pfizer liefert kein Gift mehr für Todesstrafe

New York. - 32 US - Staaten richten derzeit noch Häftlinge hin. Doch die umstrittene Todesstrafe könnte bald sterben - und 20 Pharam- Konzerne lesiten dazu Beihilfe. Pfizer, einer der größeten Lieferanten für die tödlichen Giftcocktails, schließt sich dem Boykott an.

'Pfizer lehnt den Einsatz seiner Produkte als Injektionen bei der Vollstreckung der Todesstrafe strikt ab', verkündete der Pharmakonzern jetzt auf seiner Homepage. Pfizer streicht sieben Produkte aus seiner Lieferliste, darunter Propofol - ein Narkosemittel, durch das Popstar Michael Jackson gestorben sein soll.

Laut der "New York Times" versiegt damit die letzte Medikamentenquelle für Hinrichtungen in den USA. Bereits 20 internationale Pharmakonzerne stoppten ihren Verkauf. Während einiger Gegner der Todesstrafe von einem Meilenstein sprechen, befürchten Menschenrechtsexperten drastische Konsequenzen. Denn einige US - Staaten reagieren bereits auf den fehlenden Nachschub: Utah etwa führte im vergangenen Jahr wieder Erschießungskommandos ein, Tennessee ließ sogar den elektrischen Stuhl wieder zu.

Seit Jahresbeginn vollstreckte Amerika 14 Hinrichtungen.