1.12.2018: Über während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbene Kinder zu Berichten, ist in der Schweiz nur möglich, wenn nach der 22. SSW geboren. Davor sind die ungeborenen Kinder unsichtbar, ein Reden darüber ist unerwünscht - und die Betroffenen leiden darunter ....nicht nur um den Tod ihres Kindes, nicht nur darum, das der Staat, die Krankenkasse etc sie nicht als Eltern eines still geborenen Kindes wahrnimmt und ihr still geborenes Kind nicht als dokumentationswürdige Person, nicht als beerdigungswürdigen Menschen ....

https://www.aargauerzeitung.ch/leben/spuer-mich-ich-war-mal-dein-kind-warum-es-wichtig-ist-ueber-das-tabuthema-fehlgeburt-zu-sprechen-133784182?

Reaktion auf den Zeitungsartikel - hier hast Du einen Ort, an dem Du dein Kind würdigen kannst:

Ich bin Schweizerin. Habe vor 1 Jahr meinen Jungen in der 21.ssw still geboren. Danach durfte ich keine Hebamme zur Betreuung im Wochenbett haben weil die Krankenkasse das nicht übernommen hätte. Er war noch keine 500g schwer, das war der Grund. Ich war alleine mit allem. Mutterschaftsurlaub bekam ich nicht. Eine Bestattung auch nicht, weil er zu leicht war. Die Ärztin hat mich für 1 Woche krank geschrieben. Ich konnte aber monatelang nicht wieder arbeiten weil ich so daran zu knabbern hatte. Eintragen lassen ins Zivilstandsregister kann man es auch erst ab der 22.ssw Das ist die traurige Gesetzeslage in der Schweiz.

 

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