Das Thema Schwangerschaftsverhütung und Abbruch einer Schwangerschaft wird sehr unterschiedlich betrachtet. Für manche ist die Verhütung und so möglicherweise die Verschmelzung von Samenfaden/ Eiszelle zu unterbinden oder die Einnistung einer befruchteten Eizelle zu unterbinden bereits Abbruch einer Schwangerschaft, in jedem Fall ein künstlicher Eingriff in natürlich Vorgänge.

Schon die Natur - so auch viele Frauen (sofern die Frauen dazu die Möglichkeit haben - sortieren im 1. Schwangerschaftsdrittel aus, ob Sie ihr Kind austragen will oder nicht. Zur Unterstützung des frühen Abbruchs wird die Einnahme der Pille danach oder - gewebeschonend - die Absaugung (Der Stumme Schrei) oder die Kürretage (Ausschabung) angeboten. Bei der Ausschabung wird der Muttermund mit Stiften erweitert und anschließend die Fruchtblase, der Mutterkuchen, der Fötus ec. mit dem Löffel zerteilt und in Teilen entfernt.

Ziel für Ärzte ist dabei vielfach nicht nur der Abbruch an sich dem Kind und der Patientin gegenüber, sondern auch die Tatsache, das eine Narkose und Abbruchsart gewählt wird, um für Forschung und Vermarktung - also medizinsch verwertbare Ware zu erhalten.

Seit 1970 wird häufig mit Prostaglandinen eine - manchesmal von schmerzhaften Krämpfen begleitete - kleine Geburt eingeleitet, doch es hat sich herausgestellt: für die Verwertung des Fötalen Gewebes in der Forschung, zur Transplantation ec. ist das ungünstig.

Einen im Sinne der Forschung und Transplantationsmedizin besseren Ertrag gibt die selten angewendete Hysterotomie, einer Abtreibung mit Kaiserschnitt. Nachfolgende Kinder müssen zumeist auch via Kaiserschnitt geboren werden.

Auch mit einer konzentrierten Kochsalzlösung - welche der Schwangeren in den Uterus gespritzt wird - erreichen Ärzte den Abbruch einer späten Schwangerschaft.

Ich bin Frauen begegnet, die den Abbruch einer Schwangerschaft als Verhütungsmassnahme ansehen und Ihr Kind erst ab Ausstellung der Geburtsurkunde sehen - ganz so wie es Reproduktionsmediziner auch gerne sehen.

Wie sehen Sie das: ist die Reproduktion ein private Angelegenheit oder ein berechtiges öffentliches Interesse?

 

http://www.citizengo.org/de/4887-abtreibung-soll-nicht-teil-der-entwicklungspolitik-werden