Die "Allianz für das Leben" berichtete am 25. März 2019, laut röm. kath. Kirchenkalender dem Tag des ungeborenen Kindes

 

Liebe Freunde und Mitstreiter für die ungeborenen Kinder,

1) USA: Pro Life vs. Pro Choice - der Kampf um die Ungeborenen eskaliert wieder Der politische Kampf um die Ungeborenen wird immer härter. Während die Demokraten in jenen Bundesstaaten, wo sie eine Mehrheit haben (z.B. in New York und Virginia), Kindesabtreibung bis zur Geburt (Spätabtreibungen) durchsetzen wollen, wehren sich die Republikaner mit aller Kraft dagegen. Die täglichen Berichte der führenden Lebensschutzseite Lifesitenews in den letzten Wochen vermitteln dazu den Eindruck eines Endkampfes, (hoffentlich) mit einem ähnlichen Ergebnis wie bei der Aufhebung der Sklavengesetze. Wer mehr über die spannende, amerikanische Lebensschutzszene erfahren möchte, sollte den empfehlenswerten Newsletter von LifeNews.com abonnieren.

Bis 13. März haben die Demokraten bereits 19 Mal (17 x im Kongress, 2 x im Senat) Gesetzesentwürfe der Republikaner blockiert, der medizinische Hilfe für Kinder fordert, die ihre Abtreibung überlebt haben ( IEF, 15.3.19). Die Demokraten wollen diese Kinder sterben lassen ("Infanticide", Tötung des eigenen Kindes) oder töten. Der frühere Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Dr. Ben Carson, wies auf die Schmerzen ungeborener Kinder bei ihrer Abtreibung hin und nannte die Vorgehensweise ‘barbarisch’ und ‘mörderisch’. Eine deutliche Mehrheit der US-Wähler lehnt jedenfalls Spätabtreibungen ab. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, war in den letzten Wochen eine deutliche Verschiebung zugunsten des Lebensschutzes festzustellen (kathnet, 6.3.19). Die laufenden Angriffe der amerikanischen Systemmedien gegen US-Präs. Trump, einem deklarierten Pro Lifer, sind daher auch unter diesem Gesichtspunkt zu sehen.

2) D: SPD zeichnet Kindesabtreiber aus Eine von vielen Meldungen, die verstehen läßt, warum es mit Merkels Lieblingskoalitionspartner, der SPD, in den letzten Jahren politisch so bergab ging: 2 umtriebige Abtreibungsärzte bekamen von der Partei am letzten Weltfrauentag am 8.3.19 für ihre "Leistungen" in einer feierlichen Zeremonie die „Rote ASF-Rose“ verliehen ( SPD Allgäu, 7.2.19).

So wie die Demokraten in den USA forderten kürzlich auch die Jusos, zukünftig Abtreibungen bis zum 9. Schwangerschaftsmonat, also Spätabtreibungen, zuzulassen. Diese Nachricht war kaum verhallt, da legte die SPD schon wieder nach und zeichnete öffentlich die Abtreibungsärzte Dr. Hänel und Dr. Stapf aus. Letzterer ist laut Informationen der Münchener Abendzeitung seit dem Jahre 1968 im Geschäft und tötet pro Jahr 3.000 ungeborene Kinder. Legt man die durchschnittlichen 250 Arbeitstage pro Jahr zu Grunde, tötet alleine Stapf jeden Tag 12 Kinder. In 50 Jahren entspricht das 150.000 "Auftragsmorden" (Begriff lt. Papst Franziskus, die "Presse", 10.10.18).

Diese perverse Feier erinnert an den großen Empfang im Wiener Rathaus im Sept. 2009, als der SPÖ-Bürgermeister Dr. Häupl die Betreiber der größten österr. Kinderabtreibungsklinik am Fleischmarkt dafür geehrt hat, daß sie in 30 Jahren rd. 350.000 ungeborene Kinder getötet haben.

3) USA: Abgetriebene Babys werden für die Herstellung von Impfstoffen genutzt Auch das ist seit langem bekannt. Wer es immer noch nicht glaubt, soll sich die folgende 5-minütige Anhörung (unter Eid) von Dr. Stanley Plotkin, einer weltweit führenden Autorität der Impfforschung, vor dem Gesundheitskomitee in Ohio ansehen (gloria.tv, 10.2.19). Es ist ein weiteres himmelschreiendes Unrecht, dass die Körper der abgetriebenen Kinder von den Eltern/ Müttern in der Klinik zurückgelassen werden und die Klinik damit (praktisch) tun kann, was sie will. Also entsorgt die Klinik die kleinen Leichname entweder als Sondermüll oder sie verkauft den menschlichen Rohstoff an die Pharmaindustrie, um neben der Kindestötung auch daran Geld zu verdienen. Die Politik weiß von diesen Greuel und schweigt, ebenso die Kirchen. Zumindest in Österreich und Deutschland kenne ich keinen Spitzenpolitiker oder Diözesanbischof, der seit 1975 dieses Unrecht öffentlich angeprangert hat oder sich dafür eingesetzt hat, dass diese getöteten Kinder wenigstens auf einem Friedhof begraben werden. Kein Wunder, wenn nur die Lippen sich zum Lebensschutz bekennen, Herz und Hirn aber nicht.

4) Ö: Erschütternde Erfahrungen mit Mißbrauch und Gewalt in der kath. Kirche Österreich, laut Friedrich Hebbel "die kleine Welt, wo die große ihre Probe hält", war eines der ersten Länder in Europa, wo Meldungen über Mißbrauch und Gewalt in Institutionen der kath. Kirche für Aufsehen gesorgt haben. Mittlerweile ist es ein weltweites Thema. Zur Erinnerung daher eine Meldung aus IzL 2014/08 vor knapp 5 Jahren: Auch in Österreich haben die Meldungen über Mißbrauch und Gewalt in Institutionen der kath. Kirche seit 2010 für enormes Aufsehen gesorgt. Im Nov. 2013 hat dazu die Unabhängige Opferkommission (UOK) wir-heimkinder.at unter Vorsitz der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic das lesenswerte Buch "Missbrauch und Gewalt: Erschütternde Erfahrungen und notwendige Konsequenzen" herausgegeben, in dem die Arbeit der Kommission mit den Erfahrungen dieser 3,5 Jahre dokumentiert wurde. Am 20.3.14 wurde es in der Buchhandlung Moser in Graz vorgestellt.

Durch die Arbeit der UOK wir-heimkinder.at ist einiges ans Tageslicht gekommen, das auch für Lebensschützer relevant sein könnte. Dazu zählen z.B. Aussagen, die im Verlaufe eines Bußgottesdienstes im Wiener Stephansdom im März 2010 getätigt wurden (S 12): "Wir bekennen, dass wir die Wahrheit nicht erkennen wollten, wir vertuscht und ein falsches Zeugnis gegeben haben. Einige von uns konnten dadurch andere und sich selbst weiter belügen und ihre Verbrechen fortführen" ... "Einige von uns sind schuldig geworden am inneren Tod vieler Menschen" (Anm. vereinzelt auch an Selbstmorden).

Dieser erste Versuch einer Aufarbeitung dieses innerkirchlichen Tabuthemas wurde möglich, weil sich immer mehr Betroffene von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt getraut haben, an die Öffentlichkeit zu gehen (wozu großer Mut gehört) und weil das weltliche Gesetz auf ihrer Seite stand. Die Situation bei der Mitwirkung der kath. Amtskirche an Kindesabtreibungen ist insofern schwieriger, als die abgetriebenen Priesterkinder nicht mehr reden können, die daran beteiligten Freundinnen/ Frauen von Priestern in Kirche und Öffentlichkeit eine besonders schwache Position haben und weil die Kindesabtreibung weltlich und innerhalb der Amtskirche de facto ein strafloses Verbrachen ist. Weiters ist zu vermerken, daß die kath. Amtskirche selbst nicht bereit oder nicht in der Lage war, solch weitverbreitete Verbrechen in den eigenen Reihen wirksam aufzuklären und entsprechend zu ahnden. Erst die Einschaltung von weltlichen Stellen und von Medien hat zu einem innerkirchlichen Reinigungsprozeß geführt. So wird es wohl auch bei der Aufarbeitung der Mitwirkung von Personen und Institutionen der kath. Kirche an Kindesabtreibungen sein.

5) Ö: "Jugend für das Leben" - 30 Jahre auf der Seite der Ungeborenen

Eine der engagiertesten, effektivsten und sympathischsten Lebensschutz-Organisationen in Österreich feierte am 23.2.19 im Linzer Rathaus das 30-jährige Jubiläum ihrer Gründung. Zur Erinnerung: Im Gründungsjahr 1989 vollzog die "Aktion Leben Österreich" einen Strategiewechsel, entschied sich für Pro Choice statt Pro Life und arrangierte sich politisch korrekt mit der (Lebens) Fristenregelung. Logischer- und glücklicherweise wurden damals neue Pro-Life Organisationen gegründet, eine davon ist die "Jugend für das Leben".

An der Jubiläumsveranstaltung des Vereins am Haupt- und Gründungssitz in Linz nahm neben Altbischof Dr. Küng und Alt-Landeshauptmann Dr. Pühringer auch Fr. Bethany Janzen teil, eine Vertreterin der "Students for Life of America". An den US-Colleges und Unis gibt es nämlich verschiedene Clubs, denen man beitreten kann, diese ist eine davon. Die Students for Life (Mission Statement: Students for life of america exists to recruit, train, and mobilize the pro-life generation to abolish abortion) haben in den letzten Jahren ein enormes Wachstum erlebt (1.200 Gruppen) und sind elementarer und junger Bestandteil einer Pro-Life Revolution in den USA.

Frau Janzen ist nach Ö gekommen, um in Zusammenarbeit mit der JfL die Strategien und das (adaptierte) Konzept der "Students for Life" auch an den Unis der DACH-Region (Ö, D, CH) und weiter in Europa zu etablieren und bei der Gründung von regionalen Gruppen mitzuhelfen. Bei der kurzweiligen, bestens moderierten und organisierten Feier in Linz wurde neben dem starken Wachstum von JfL in Österreich (bereits 14 Regionalgruppen) auch über erste Erfolge auf Unis berichtet.

Die "Jugend für das Leben" ist jedenfalls eine Inspiration für die Lebensschützer im deutschsprachigen Raum ! Für ihr lebenswichtiges Engagement wünsche ich allen ihren Mitarbeitern, auch den ehemaligen, und Frau Janzen, weiterhin die Unterstützung von Menschen guten Willens und Gottes reichen Segen !

6) USA: Bekannte TV-Moderatorin in Nachrichtensendung: „Ich habe ein Baby im Bauch“ Kath.net hat seit einiger Zeit eine eigene Rubrik "Pro Life" für den Lebensschutz. Dort war knapp vor Weihnachten diese zu Herzen gehende Story über eine TV-Moderatorin zu finden, die am Ende der Nachrichtensendung das Ultraschallvideo ihres noch ungeborenen Sohnes zeigt (kath.net, 22.12.18). 1,3 Mio haben sich das Video schon angeschaut.

herzliche Frühlingsgrüße

Andreas Kirchmair