Frage zur Bestattungsordnung > ganz Österreich
ich habe mir heute die Mühe für ganz Österreich gemacht. Ergebnis:
Sternenkind.info sieht in Wien, Burgenland, Kärnten, Tirol und NÖ im Jahr 2017 grundsätzlich gesetzlich nicht die Vorschreibung, das die Einbindung eines Sarges/Bestatters Pflicht ist bei einem unkremierten Begräbnis einer Fehlgeburt im Auftrag der Angehörigen. Wie ich dazu komme, steht hier.

Hallo, habt ihr bedacht, dass es Mord ist, wenn eine Frau ihr Kind dann abtreiben würde?

Jedenfalls wäre dies in Deutschland so (Paragraph 218)

Sobald ein Kind ab Zeugung eine Person ist, ist es ein Mensch und wenn dieses Menschenleben abgetrieben werden würde, wäre es nach deutschem Gesetz Mord. Sprich man dürfte nicht mehr abtreiben. Vielleicht nochmal überdenken LG

Es stimmt, ich habe das Buch "Ein Chaos im Bestattungsrecht und der Totenfürsorge - wird sichtbar bei verstorbenen Kindern mit oder ohne Sterbeurkunde" geschrieben. (ausdruckbarer Bestellschein).

Das meiste Gewicht lege ich auf das Bestattungsrecht durch die Frau mit diesem von Rechtsanwalt Mag. Konlechner verfassten Text.

Aus Sicht der Medizin - so wie ich die Medizin verstehe - kann vor Erstellung der Anzeige einer lebend erfolgten Geburt (Grundlage einer Geburtsurkunde) kein Mensch ermordet, aber jederzeit getötet werden. In der Petrischale, im Mutterleib, außerhalb des Mutterleibes, durch den Arzt und durch die Mutter. Dabei ist es egal, ob der Arzt oder die Mutter dieses durch aktives Tun fördert oder durch unterlassene Hilfestellung zulässt. Das Ehepaar Martin haben auf http://jltfpw.jimdo.com (Stand 21.9.2015) folgendes veröffentlicht: Wir wollten und haben erreicht:

- das unsere Sternenkinder jetzt PERSONEN sind und keine SACHE mehr,

- das unsere Sternenkinder einen NAMEN bekommen,

- das alle die es möchten ihr Sternenkind eintragen lassen können,

- das die Kliniken Aufklärungsarbeit leisten müssen,

- das die Kliniken die Sternenkinder als Personen behandeln müssen,

- das unsere Kinder ein eigens Grab bekommen können,

- das die Öffentlichkeit das Thema und auch Sterneneltern mit mehr Beachtung und Respekt behandelt,

- das die Eltern Ihre RECHTE einklagen können!

und was wir auch erreicht haben, für alle Sterneneltern die noch einen Nachweis über ihre “Fehlgeburt/Verlust ihres Kindes“ haben, eine RÜCKWIRKENDE EINTRAGUNG beantragen können und ihrem Kind einen NAMEN geben!

Das ist ein riesen Geschenk an uns alle und dafür sollten wir dankbar sein, denn das haben wir nie angedacht, weil es uns rückwirkend nie möglich erschien!!!

Und wir sind noch lange nicht am Ende. Wir möchten versuchen noch mehr zu erreichen, wie z.B. der Mutterschutz, um nur einen Punkt zu nennen!

Wir bekommen auch viele Mails, wo sich beschwert wird, das die 500g Grenze nicht ganz abgeschafft worden ist und das es nur eine Bescheinigung ist. Es ist NICHT NUR eine Bescheinigung. Sie wird BEURKUNDET! Und dadurch werden unsere Sternenkinder eine Person! Wie es auch dort vermerkt ist. Dort heißt es KIND und nicht Fehlgeburt oder Leibesfrucht!

Zur 500g Grenze (was ein sehr komplizierter Prozess wäre sie abzuschaffen) nur kurz. Sie ist festgelegt worden durch die WHO und gilt weltweit. Durch diese Statistik wird der Wohlstand in einem Land gemessen. Würde sie nur in Deutschland wegfallen, würde unser Staat durch die hohe Anzahl von Totgeburten an Wohlstand verlieren.

Nun zu dem, wie ich ihren Text lese: sie führen nicht an, das in D - eigentlich weltweit - in der Medizin das Wort Fehlgeburt zwei mal vor kommt

1. als Med. Definition für Kinder, welche vor der 12. Schwangerschaftswoche starben - Beispiel fehlgeburt.at

2. Gewichts- oder längenabhängig als Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau (Dzt. unter 500 Gramm schwer oder unter 30 cm lang)

Sie erwähnen nicht, dass noch immer nicht jede durch die Medizin greifbare Leibesfrucht der Totenbeschau zugeführt wird (Etwa künstliche Befruchtung: menschl. Ei- und Samenzellen, die keiner Frau zum austragen refundiert werden, oder nach Kürretagen, wobei es egal ist, ob das im Mutterleib befindliche Kind zu Beginn des med. Eingriffes noch oder bereits nicht mehr gelebt hat. Es gibt Schwangerschaften, die beendet werden müssen, um das Leben der Mutter zu retten: Bauchhöhlenschwangerschaft, Eileiter- und Ovarienschwangerschaft (auch diese Kinder werden aktuell per Gesetz nicht der Totenbeschau zugeführt)

 

Sogar posthum kann die Mutter in Deutschland zum Standesamt gehen und sich ihr Kind dokumentieren lassen. Ich greife zwei Aussagen von der webseite http://jltfpw.jimdo.com/alle-informationen-zur-gesetzesänderung-der-petition-sternenkinder/faq/ (Stand 21.9.2015) heraus:

Welche Unterlagen muss ich dem Standesamt vorlegen?

Im Rahmen der Neuregelung des § 31 der Personenstandsverordnung wurde bewusst auf die umfangreichen Nachweispflichten bei Anzeige der Geburt (des § 33 Personenstandsverordnung, wie beispielsweise die Vorlage der Geburtsurkunden der Eltern) verzichtet. Es müssen somit lediglich ein Ausweisdokument, das die Identität nachweist, und die Tatsache, dass eine Fehlgeburt stattgefunden hat, vorgelegt werden. Als Nachweis können dienen:

- der Reisepass oder Personalausweis sowie - eine von einer Ärztin, einem Arzt, einer Hebamme oder einem Entbindungspfleger ausgestellte Bescheinigung, aus der die Tatsache der Fehlgeburt hervorgeht - oder ein Mutterpass, wenn daraus eine Fehlgeburt hervorgeht.

Die "Geburt" liegt bereits 10 Jahre oder länger zurück. Kann ich mir dennoch eine beurkundete Bescheinigung ausstellen lassen? Ja, die Neuregelung gilt auch für Eltern, deren "Sternenkind" bereits vor dem Inkrafttreten dieser Regelung nicht lebend zur Welt gekommen ist. Es war ein wichtiges Anliegen, auch die Eltern mit in den Blick zu nehmen, die einen solchen Schicksalsschlag bereits erleben mussten.

Auch hierbei wird sichtbar, das aus Sicht der Frauen keinen Unterschied gibt zwischen dem Abbruch einer Schwangerschaft und einem ohne medizinische Unterstützung verstorbenen Kind.

Medizinische Realität: es gibt heute fast keine Geburt ohne medizinische Unterstützung, egal ob es zu einem lebend geborenen Kind, zu einem Überlebensfähigen Kind oder um ein still geborenes Kind geht.

Es gibt in der Medizin die - von Betroffenen als unmenschlich erlebte - Hierarchie, das eine Frau, die voraussichtlich ein überlebensfähiges Kind zur Welt bringen wird und bringen will, einen Platz im Kreißsaal erhält - im Gegensatz zu jener Frau deren Kind außerhalb des Mutterleibes nicht lange überlebensfähig sein wird oder gar von Anfang des Geburtsgeschehens an klar ist, das es ein still geborene Leibesfrucht sein wird - diese werden gar nicht so selten am WC einer Klinik oder im Krankenzimmer im Beisein von anderen Patienten Geboren. Hebamme und Arzt kommen dabei gar nicht so selten erst nach der Geburt zu Mutter und toten oder im Sterbeprozess befindlichen Kind.

Zum Standesbeamten: er wird keine Frau zurückweisen, die Ihre Schwangerschaft abgebrochen hat. Es wird dem Standesbeamten reichen, das diese Frau eine med. dokumentierte Schwangerschaft erlebt hat, welche mit einem toten Kind geendet hat...unabhängig von Todesursache - auch unabhängig, wie das Kind den Mutterleib verlassen hat. Auch unabhängig davon, ob die Medizin die Zuführung zu Totenbeschau durchgeführt hat. Beispiel: in einem Labor durchgeführten Blut- und Harntest, der das Bestehen einer Schwangerschaft bestätigt.

Aus Sicht der Politik und Medizin vielleicht richtig, aus Sicht der Angehörigen eher unrichtig bis falsch: Auch wenn eigentlich nur das Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau zur Dokumentation am Standesamt führen sollte ....

Nun zu meiner Sicht, wie ich sie im laufe meines Lebens mir erarbeitet habe: Die WHO Richtlinien sind nicht in Stein gemeiselt, aber eine weltweite Vorgabe - und diese gehören genauer betrachtet bzw. bei Bedarf geändert - vielleicht sendet mir jemand eine aktuelle deutschsprachige Fassung davon zu....

Leibesfrucht heißt vor der Totenbeschau jedes während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbene Kind, unabhängig von Todesursache oder wie es den Mutterleib verlassen hat ...

Erst das Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau definiert gewichts- und längenabhängig sowie still geboren die Fehl- oder Totgeburt - das am Standesamt als still geboren dokumentiert werden kann. Am Standesamt gibt es schon jetzt das gewichts- und längenunabhängige lebend geborene Kind, dem eine Geburts- und Sterbeurkunde ausgestellt wird - und die Dokumentation der still geborenen Kinder, also Menschen/ Personen in zwei Vorgaben, denen unterschiedliches zusteht.

Für die Mutter, die ihr Kind lebend geboren hat, das aber innerhalb der ersten 7 Lebenstage starb ist besonders aufklärungsbedürftig, denn hier kann nur die Mutter - ev. posthum - die Ausstellung der Anzeige einer lebend erfolgten Geburt erfolgen. Ärzte müssen die Mutter zu dem ausschließlich dieser Mutter zustehenden Recht hinweisen, sonst wird aus dem lebend geborenen Kind ein still geborenes Kind am Standesamt dokumentiert und dem entsprechend beerdigt. Die Medizin schreibt nach 7 Lebenstagen außerhalb des Mutterleibes diesem Kind die Anzeige einer lebend erfolgten Geburt - Grundlage für die Geburtsurkunde, erst jetzt entsteht der neue lebend geborene Mensch. Auch still geboren sind was sie sind: still geborene Personen - das heißt: hier muss das Personenstandsgesetz entsprechend angepasst werden, das es eben nicht nur lebend geborene, sondern auch still geborene Personen gibt, denen besondere Rechte zustehen.

Wenn die Politik und die Medizin es ernst nimmt, das die Frau selbst über das Austragen ihres Kindes entscheiden darf, muss das Bestattungsrecht (zumindest das Bestattungsrecht im Auftrag der Mutter!) für alle während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbene Kinder gelten - auch für jene, die dank medizinischer Unterstützung den Mutterleib verlassen haben.

Oder für jene menschlichen Ei- und Samenzellen, die zur künstlichen Befruchtung eingefroren werden und während des Auftauens der neue Mensch entsteht - auch wenn nicht jede Befruchtung zu einem lebensfähigen Kind führt.

Es geht um uns Menschen - wie wollen wir unseren so früh verstorbenen Kindern begegnen, wenn wir uns dereinst wiedersehen?

In folgenden Angaben wird kein Unterschied gemacht zwischen lebend geborenen und still geborenen Kindern - was ich persönlich sehr schade finde. Oder sind still geborene bewußt unsichtbar gehalten, weil in Wahrheit rechtlos? http://www.geburtsallianz.at/fakten/recht/rechte-des-kindes/index.html (Stand 21.9.2015)

RECHTE DES KINDES VOR, WÄHREND UND NACH DER GEBURT

Die Forschungen zur frühen Entwicklung des Kindes, wie sie besonders im Rahmen der Internationalen Studiengemeinschaft für Pränatale und Perinatale Psychologie und Medizin (ISPPM) und im Rahmen der American Association for Prental and Perianatal Psychology and Health (APPPAH) durchgeführt und diskutiert wurden, belegen, dass das individuelle und soziale Leben des Kindes bereits vor der Geburt beginnt. Die Zeit vor, während und nach der Geburt ist als Kontinuum zu betrachten, in dem unterschiedlichste Entwicklungs- und Lernprozesse miteinander verwoben, voneinander abhängig und aufeinander bezogen sind. Das Fundament unserer grundlegenden Gefühle von Sicherheit und Vertrauen wird in dieser Zeit gelegt.

Jedes Kind hat das Recht, schon vor der Geburt als eigene Person geachtet und respektiert zu sein.

Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere vorgeburtliche Beziehung und Bindung.

Jedes Kind hat ein Recht darauf, dass während der Schwangerschaft und Geburt seine Erlebens-Kontinuität beachtet und geschützt wird.

Jedes Kind hat das Recht darauf, dass medizinische Interventionen, von Anfang an immer auch auf ihre seelische Auswirkung hin reflektiert und verantwortet werden.

Jedes Kind hat das Recht auf Hilfen für einen liebevollen und bezogenen Empfang in der Welt, der ihm eine sichere nachgeburtliche Bindung erlaubt.

Jedes Kind hat das Recht auf eine hinreichend gute Ernährung vor und nach der Geburt.

Jedes Kind sollte nach Möglichkeit gestillt werden.

Mit den Kinderrechten verbunden ist es ein Recht der künftigen Generationen, dass die Gesellschaft ihnen die Möglichkeit gibt, ihre eigenen Potentiale als Paar und als Eltern zu entwickeln.

Mit diesem Recht auf Entwicklung elterlicher Kompetenz ist das Recht des Kindes auf verantwortliche, feinfühlige und bezogene Eltern oder Ersatzpersonen verbunden. Um diese Rechte des Kindes zu gewährleisten, haben die gesellschaftlichen Institutionen die Pflicht, die Eltern bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu unterstützen. Die Charta der Kinderrechte vor, während und nach der Geburt ISPPM Heidelberg, Deutschland http://www.geburtsallianz.at/downloads/chartakinderrechte.doc

 

AUCH IM FOLGENDEN TEXT SIND STILL GEBORENE KINDER UNSICHTBAR --- UND DESWEGEN RECHTLOS? RECHTE DES KINDES IM SPITAL Die Charta für Kinder im Spital (EACH-Charta: European Association for Children in Hospital) Beschreibt die Rechte aller Kinder vor, während und nach einem Krankenhausaufenthalt im Alter von 0-18 Jahren Verband Kind und Spital, 2002 Schweiz http://www.geburtsallianz.at/downloads/each-charta_deutsch.pdf

Nun zu meiner Sicht der Rechte eines Kindes - in Österreich wurde (ich denke Feb. 2013) erstmals die Rechtes des Kindes vor die Rechte der Frau gestellt, das heißt Kinder sind nicht mehr vom guten Willen der Mutter abhängig. Jedes Kind hat zumindest einen Erzeuger, der bei gutem Wind auch die Rolle/ Aufgaben eines Vaters erfüllen möchte. Jedes Kind hat Großeltern ...Und damit meine ich nicht nur lebend geborene Kinder , sondern auch still geborene Kinder. Gar nicht so selten sind es der Vater und die Großeltern, die sich um das während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbene Kind kümmern möchten, indem sie es sind, die zum Bestatter gehen und hier ein Begräbnis in Auftrag geben. Das was gelebte und von zahlreichen Bestattern bestätigte Realität ist - ist aktuell ungesetzlich, denn im aktuell geltenden Gedankengang kann nur die Mutter bei einem still geborenen Kind das Begräbnis in Auftrag geben - bei einem verstorbenen Kind mit Geburts- und Sterbeurkunde nur der Obsorgeberechtigte Elternteil. Da müssen Gesetze dringend nachgebessert und der Lebensrealität angepasst werden, so das der Vater und die Großeltern unterstützend tätig werden dürfen! Bestatter sind keine Richter und nehmen daher jeden Bestattungsauftrag und und denken, das dieser Bestattungs- oder Kremierungsauftrag im Auftrag und Sinn der Mutter geschieht. Wunsch an die Politik und Medizin: alle in der Medizin greifbaren Leibesfrüchte der Totenbeschau zuführen .... Leibesfrüchte die dem Klinikmüll zugeführt werden, sollten getrennt von Blutbeutel gesammelt werden, denn auch Klinikmüll sollte verbindlich einer Feuerhalle/ Krematorium zugeführt werden - gerne in den Sammelsarg für Fehlgeburten, die im Auftrag der zuständigen Medizin würdig auf einem Friedhof versorgt werden. Da sind wir uns - so denke ich - doch alle einig: Die Zuführung von Leibesfrüchten in Müllverbrennungsanlagen, deren Asche als Füllmaterial z.B. im Stassenbelag und Lärmschutzwänden dient), die Einlagerung von mit Leibesfrüchten durchsetztem Klinikmüll in aufgelassenen Bergwerkanlagen ec. ist Menschenunwürdig.

Brauchen wir für Österreich eine vergleichbare Petition, damit die Totenbeschau für alle durch die Medizin greifbaren Kinder durchgeführt wird? : http://citizengo.org/de/26807-planned-parenthood-verkauft-koerperteile-abgetriebener-kinder?m=5&tcid=15055694

 

Gesamte Rechtsvorschrift für Abfallverzeichnisverordnung, Fassung vom 22.09.2015 aktuelles bitte selbst nachsehen auf www.ris.bka.gv.at

Mit freundlichen Grüßen

Redaktion Sternenkind.info