Über die Ursprünge der modernen Gentechnik

Seit der Antike interessieren sich die menschen dafür, wie Ähnlichkeiten unter Verwandten zustande kommen. Bis in die frühe Neuzeit führte man sie auf die gleiche Ernährung und Lebensweise sowie das gleiche Klima zurück.

Erst ab dem 18. Jahrhundert setzte sich allmählich die Auffassung durch, dass einzelne Merkmale von generation zu Generation in einem natürlichen Vererbungsprozess weitergegeben werden. Durch seine systematischen Kreuzungsversuche mit Erbsen wurde Gregor Mendel nach seiner Wiederentdeckung 1900 zum Begründer der heutigen Genetik, der Lehre von der Vererbung. Als teildisziplin der Biologie befasst sie sich damit, wie Gene (Erbanlagen) an die nächste Generation weitergegeben werden und welche Gesetzmäßigkeiten der Ausbildung von Erbmerkmalen zu Grund liegen. Den Begriff Genetik, der sich vom griechischen Wort "genia" /Abstammung) ableitet, prägte 1906 der britische Forscher William Bateson.

Neben der klassischen Genetik in der Tradition Mendels bildete sich später die Molekulargenetik als Teilbereich heruas. Sie befasst sich auch mit der molekularen Struktur des menschlichen Erbgutes, der DNA. Zu ihr gehört die Gentik, die gezielt in das Erbgut von Lebewesen eingreift. Dadurch können gentechnisch veränderte Organismen künstlich geschaffen werden - wie das geklonte Schaf Dolly, schädlingsresistenter Genmais oder Designer Babys. (PM Magazin 03/2014)

 

Strittige Technik gegen Erbkrankheiten: Designer - Babys mit DNA dreier Elternteile

Waschington.- Wer sich über genetisch veränderte Lebensmittel aufregt, dem wird diese Neuigkeit aus den USA erst recht Angst machen. Amerikanische Gesundheitsbehörden könnten grünes Licht dafür geben, Designer - Babys aus der DNA von gleich drei Elternteilen zu zeugen. Damit will man Erbkrankheiten bekämpfen.

MIt der neuen Technik wollen Forscher verhindern, dass Mütter schwere genetische Leiden an ihre Kinder weitergeben - etwa Blindheit, Organversagen oder Epilepsie. Experten der US - Nahrungsmittel und Medikamenten - Aufsichtsbehörde beraten zurzeit, ob nach erfolgreichen Tets an Affen auch menschliche Tests mit der künstlichen Befruchtung freigegen werden sollen.

Kritiker warnen jedoch, dass der nächste Schritt "Designer - Babys" wären - also Kinder, bei denen Eltern vorher Eigenschaften Wie Augenfarbe und Größe festlegen können. Der führende Forscher hinter der neuen Zeugungstechnik ist Shoukhrat Mitalipov, und er besteht darauf, dass er Gene nicht modifiziert, sondern korrigiert."Wir wollen mutierte Gene einfach durch normale austauschen. Dagegen kann doch nun wirklich keiner etwas sagen." Krone, 1.3.2014