Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Der embryonale Mensch besitzt bereits die ganze Würde. Um das Chromosomen-Muster schon in der Schwangerschaft zu sehen, gibt es zwei erprobte Methoden: Die Fruchtwasseruntersuchung und die Chorionzottenbiopsie. Bei beiden Verfahren stechen Aerzte mit einer Nadel durch die Bauchdecke der Mutter und kommen dem Ungeborenen sehr nahe. Das geht nicht ohne Risiko. Die Gefahr einer Fehlgeburt nach dem Eingriff liegt zwar nur bei 0,1-1 Prozent. Aber ein ersehntes Kind zu verlieren, ist für viele Muetter ein unertraeglicher Gedanke.

Pränatale Bluttests

In Europa sind derzeit vier genetische Bluttests auf das Down-Syndrom zur Anwendung in der Schwangerschaft zugelassen. Sie tragen die Markennamen PraenaTest, Prenatalis, PanoramaTest und HarmonyTest.

Die Tests können nicht nur feststellen, ob das Ungeborene wahrscheinlich das Down-Syndrom (Trisomie 21) hat, sondern möglicherweise auch von selteneren genetischen Beeinträchtigungen betroffen ist. Dazu zählen (je nach Test):

  • Edwards-Syndrom (Trisomie 18)
  • Pätau-Syndrom (Trisomie 13)
  • Fehlverteilungen der Geschlechtschromosomen X und Y: Turner-, Triple X-, Klinefelter- und XYY-Syndrom
  • DiGeorge-Syndrom

Auch für diese genetischen Störungen können die Tests keine komplett gesicherte Vorhersage treffen.

Warum reicht ein Bluttest:
Im muetterlichen Blut befinden sich neben den Erbinformationen der Frau bereits winzige DNA-Bruchstuecke des Ungeborenen, die mittlerweile entschluesselt werden koennen. Die Aussagekraft ist laut Hersteller zu 99,8 % sicher. Zynisches Ergebnis: Bei einem auffaelligen Befund duerfen sich die Eltern entscheiden fuer ihr lebend oder ihr still geborenes Kind …

 

addendum.org: Medikamentenversuche an schwangeren Frauen und Kindern

Zur gleichen Zeit arbeitet auf der „Seeseite“, wie die Psychiatrie salopp genannt wird, der gefeierte Arzt Roland Kuhn. Er gilt als Vater des Antidepressivums und genießt weit über Ärztekreise hinaus hohes Ansehen. Kuhn stirbt 2005.

Erst nach seinem Tod wird bekannt, dass er an 1.600 Patienten nicht zugelassene Medikamente getestet haben soll. An vielen von ihnen ohne deren Wissen. Eine Häufung von Todesfällen zu jener Zeit wurde nie untersucht. Unter seinen „Probanden“: schwangere Frauen, an denen er herausfinden wollte, ob die Medikamente beim ungeborenen Kind zu Missbildungen führen würden ....

Foucault à Münsterlingen : A l'origine de l'Histoire de la folie

Psychiatrie in Selbstdarstellungen.

Psychiatrie in Selbstdarstellungen. Mit zahlr. Bildn. Bern (1977). Gr.-8°. 516 S. OKunstldr. m. OU.

Salutogenese bei der Arbeit am Tonfeld: kunsttherapeutische Forschungsstudie an der psychiatrischen Klinik Münsterlingen/Schweiz

Auf der Seeseite der Kunst: Werke aus der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen 1894–1960

Zur Geschichte des thurgauischen Kantonsspitals Münsterlingen und des Medizinalwesens im Kanton Thurgau bis 1895

„Menschenversuche klingen natürlich brutal. Aber ich denke, jeder, der ein sicheres Arzneimittel haben möchte, der muss Ja sagen zur klinischen Forschung. Und wenn man Ja sagt zur klinischen Forschung, sagt man auch ja zu Arzneimittelstudien an gesunden Probanden.“ Das sagt der Vorstand der Universitätsklinik für klinische Pharmakologie. Heute sind klinische Studien an Menschen streng reguliert. Doch das war nicht immer so. Das weiß kaum jemand besser als Walter Nowak. Der gebürtige Wiener wuchs in einem Schweizer Kinderheim auf und war dort Opfer schwerer Misshandlungen. Wir haben Walter Nowak ein Jahr lang begleitet und erzählen seine Geschichte. Außerdem haben wir uns damit beschäftigt, wie Medikamente überhaupt entstehen, wie sie getestet werden und wer die Probanden sind, die sich und ihren Körper freiwillig und gegen Geld zur Verfügung stellen. Und warum gehen mehr und mehr Pharmaunternehmen für klinische Forschung – also die Forschung am Menschen – in Entwicklungs- und Schwellenländer? Begleiten Sie uns durch ein spannendes Projekt Elisabeth Pfneisl

Elisabeth Pfneisl ist Fernsehjournalistin und arbeitet seit 2002 in der Medienbranche. Seit Dezember 2017 produziert Elisabeth Pfneisl Reportagen für Addendum und lehrt nebenberuflich am Institut für Journalismus der FH Wien.

Im Kontext: Medikamententests – Versuchsobjekt Mensch Im Jahr 2017 wurden in Österreich an mehr als 5.000 Menschen Medikamententests durchgeführt. Aber sind diese heute wirklich sicherer als früher? .....

Wie ein Medikament auf den Markt kommt, erklärt das folgende Video:

Dazu müssen Medikamente unter anderem umfassend getestet werden, auch an Menschen.

Klone und Stammzellforschung

Stammzellen aus Embryonen, Eizellen oder Nabelschnur - oder jeder Körperzelle? Soll man Tiere klonen, weil man es kann? Drohen geklonte Menschen? Können wir bald aus einem individuell angepassten medizinischen Ersatzteillager schöpfen? Kaum ein Forschungsgebiet überholt mit immer neuem Wissen die gesellschaftliche Diskussion über Sinn und Ethik ihres Anwendungspotenzials. .....

Eine Heilung schwerer genetischer Defekte durch CRISPR-Technologie könnte vermutlich langfristig auf breite Akzeptanz hoffen. Doch eine andere, eher kulturelle Furcht bleibt. Was passiert, wenn solche Verfahren irgendwann so weit ausgereift sind, dass sie nicht nur Krankheiten heilen können, sondern auch gezielt andere Eigenschaften des Nachwuchses steuern? Solche »Designerbabys« könnten unwägbare Konsequenzen für die Gesellschaft haben, befürchten Kritiker.....

Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzigen Kerze nicht auslöschen, aber viele können es. (chinesische Weisheit)

Birgit Kelle berichtet in ihrem Newsletter von Frau2000plus vom 01.09.2018

Die unter angeführte Anzeigenseite aus China zeigt Werbung für Abtreibung. Nun kann man zu dem Thema unterschiedlich stehen, ich weiß. Ich möchte an dieser Stelle aber einfach einmal zeigen, was in einer Gesellschaft passiert, in der Abtreibung als staatliches Mittel der Familienplanung propagiert wird, oder als eine normale medizinische Dienstleistung. https://www.whatsonweibo.com/15-chinese-ad-campaigns-make-abortion-procedures-look-glamorous/5/

Unter diesem angeführten Link finden Sie einen ganzen Artikel in englischer Sprache und noch 14 weitere Bildmotive über chinesische Anzeigenkampagnen für Abtreibung. Alles in freundlichem Pink, oder gar sexy gestaltet. Eine Kampagne wirbt dafür, dass es nur drei Minuten dauert, eine andere wendet sich an die versehentlich zeugenden Herren an der Seite der Frauen: Nur das Beste für Sie. Der Herr soll sich schon den besten "Service" für seine Frau leisten! Hier auf dem Motiv finden Sie den Text: "Unerwünschte Schwangerschaft - Sei eine Königin". Abtreibung als glamouröses Event mit Krönchen auf dem Kopf. Man möchte sich eher übergeben. Dies einfach nur als Mahnung an jene, die glauben, man sollte das Werbeverbot für Abtreibung nach §219a StGB in Deutschland abschaffen, wie es derzeit die FDP, die SPD, die Grünen und die Linken fordern. Wer Werbung fordert, bekommt sie dann auch.

Welche Potentiale und welche Risiken stecken in der Stammzellforschung? Dieser Frage geht Stephen Hawking in seiner Dokumentation nach. Der britische Physiker und Forscher ist der Ansicht, dass die Menschheit an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter der Medizin steht, denn in den nächsten Jahrzehnten könnte die Wissenschaft anhand von Stammzellbehandlungen das menschliche Leben um Jahre verlängern und gesünder gestalten.

Blut, Gewebe, Transplantationswesen
Bericht der Kommission zur Umsetzung der Richtlinie 2010/53/EU über Qualität und
Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe
Dieser Bericht über die Umsetzung konzentriert sich auf das institutionelle Gefüge in den
Mitgliedstaaten und insbesondere auf die Benennung und Aufgaben der zuständigen
Behörden laut Artikel 17 der Richtlinie 2010/53/EU. Der Bericht verweist auch auf den
Aktionsplan für Organspende und Transplantation, welcher die Richtlinie 2010/53/EU bei
der Verbesserung der Qualität und Sicherheit ergänzt, und konzentriert sich auf Erhöhung
der Verfügbarkeit von Organen und Verbesserung der Effizienz und Zugänglichkeit der
Transplantationssysteme.
Bericht Umsetzung der Richtlinie 2010/53/EU

Quelle: Public Health Newsletter 1/2017

 

Österreich 2017: Gewebesicherheitsgesetz - Änderungen

Krone 25.4.2017 Neue EU - Regelung

Spenderblut nur im Notfall

Laut einer aktuellen Studie werden Bluttransfusionen zu großzügig verabreicht, wie OA Dr. Peter Perger von der Uni - Klinik Linz warnt. "Eine Bluttransfusion ist letztlich eine Organtransplantation und sollte nur in zwingend nötigen Fällen erfolgen!"

Eine EU - Richtlinie wird dies künftig regeln. Blutarmut z.B. rechtzeitig vor geplanten Eingriffen behandeln. Trend zu veganer Kost, höhere Lebenserwartung und blutverdünnende Arzneien werden dieses Problem verstärken.