Man erntet, was man sät.

Manche Menschen halten Nähe (und damit die Realität der anstehenden Entscheidung) nicht aus. Sie agieren voreilig, ganz nach dem Motto Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg Dir lieber selber zu. In sicherer Distanz beruhigt sich die Nähe - Angst und Liebesgefühle sind wieder möglich. Dazu gehört das unangenehmes versuchen Auszublenden.

Wollen Angehörige von Verstorbenen (je jünger der Verstorbene, um so schlimmer wird es vielleicht empfunden) erfahren, was im Leitbild dem in Graz, Steiermark, Österreich befindlichen Institut für makroskopische und klinische Anatomie medunigraz.at:

Über die Leiche gewinnt der Studierende schon am Studienbeginn Kenntnisse und Vorstellungen über Form und Funktion des Lebenden und erfährt seine erste Schulung in naturwissenschaftlicher Denkweise.

Mit den ersten angeleiteten Eingriffen in den menschlichen Leichnam werden die Studierenden mit dem ethischen Handeln vertraut gemacht. Somit hat die Anatomie auch in diesem Sinne eine Schlüsselposition inne, als sie die zukünftigen Ärzte auf ethische Verhaltensnormen und Sozialverhalten vorbereitet."

Liebe ist kein Kinderspiel, den anderen und sich selbst zu würdigen ist harte Arbeit. 

Die folgende Liste an Gesetzestexten wird unvollständig bleiben. In deinem Traum gelingt Dir vielleicht die Verbindung zu deinem vorausgegangenen Familienmitglied, denn die Liebe verbindet über den Tod hinaus. Um Kontakt zu bekommen hilft Dir vielleicht die  Mediation für Sternenkinder von Ingrid Auer. Jene, die Vorausgegangen, lieben uns, haben ein größeres Wissen und haben uns unsere Fehler schon löngst vergessen. Es folgen Auszüge aus www.ris.bka.gv.at

Dieses Foto wurde in Russland aufgenommen. Der dazugehörende Artikel ist mit dem Bild verlinkt. Die Sammelgefäße für Klinikmüll schauen in Österreich ähnlich aus.
Dieses Foto wurde in Russland aufgenommen. Der dazugehörende Artikel ist mit dem Bild verlinkt. Die Sammelgefäße für Klinikmüll schauen in Österreich ähnlich aus.

Sehr geehrte Frau Tegenthoff!

Zu Ihrer Anfrage vom 24. September 2009 darf ich Ihnen mitteilen, dass die Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm (§ 1 Abs. 5 Z 2 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz - WLBG) seit 17.09.2004 in Geltung steht.

Mit freundlichen Grüßen

eine Beamtin derMagistratsabteilung 40-Soziales, Sozial- und Gesundheitsrecht Thomas-Klestil-Platz 8/4, 1030 Wien

Diese drei Urnenschächte befinden sich seit Sommer 1995 am Grundstück der Feuerhalle Wien Simmering. Hier liegen in kremierten Zustand zwischen Blutkonserven, abgenommenen Gliedmassen ec.

ohne Totenbeschau das einer Frau gehörende Gewebe in Form von ihrem während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbenen Kindes. Diese Leibesfrüchte und menschl. Ei- und Samenzellen wurden durch die Medizin dem Klinikmüll und daher keiner Totenbeschau zugeführt.

Der von Angehörigen mitgebrachte Trauerschmuck wird umgehend weggeräumt, weil um Klinikmüll zu trauern ist krank/ krank machend.

Ein Auftrag/ Ziel unserer Bürgerinitiative ist, in der österr. Medizin menschl. Ei- und Samenzellen sowie Leibesfrüchte von Blutkonserven und Co zu trennen, so das die Leibesfrüchte als getrennt gesammelter Klinikmüll Bundeslandbezogen dem Sammelsarg für Fehlgeburten (Begräbnis der Fehlgeburten im Auftrag des zuständigen Gesundheitsamtes) zugeführt werden kann.

2015: Aktuell werden die Begriffe im § 8 Abs.1 österr Hebammengesetz definiert in Lebendgeburt, Totgeburt, Fehlgeburt.

Bessere Alternative: Im Engl. ist der Ausdruck für Totgeburt "stillbirth" - die stille Geburt. "Wenn ein Kind tot zur Welt kommt, ist es eine stille Geburt, eine lautlose Geburt, denn dieses Kind verkündet nicht mit einem ersten Schrei seine Ankunft in der Welt" berichtet Michaela Nijs. Der Begriff "Stille Geburt" drückt auf sensible Weise aus, was passiert, wenn ein Kind tot geboren wird. Daher sollte der Begriff stille Geburt Eingang finden in der Dokumentation am Standesamt.

Hebammen-Dienstordnung:

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Avsv/AVSV_2014_0095/AVSV_2014_0095.html

Krone 2015: Politisch unkorrekter Staat: Gesetz spricht von "Kretins" Es stammt aus 1870, gilt aber heute noch im selben Wortlaut: Im "Gesetz betreffend die Organisation des öffentlichen Sanitätsdienstes" werden Kranke unter anderem als "Kretins" und "Irre" bezeichnet. Laut Duden steht "Kretin" unter anderem für einen am Kretinismus (mit körperplichen Fehlbildungen verbundener hochgradiger geistiger Defekt) leidenden Menschen, gebräuchlicher ist die Verwendung als Schimpfwort. "Dieses Wording diskrminiert Menschen mit Handicup" ärgert sich Nationalratsabgeordneter Marcus Franz. In einem Entschließungsantrag fordert sein Team Stronach die "Terminologische Modernisierung". Klubchefin Nachbaur will auch eine Prüfung der Rechtschreibung: Medikamente brauche man heute eher als "Medicamente". E.Nuler

Sternenkind.info: Kretin ist würdelos, Respektlos, lieblos. Was macht der Leser stärker zu Vorwurf, wie die Medizin in der Vergangenheit gedacht und gesprochen oder das die heutige Medizin keine Änderung für selbstverständlich erachtet?

Wenn ich daran denke, das Angehörige von Sternenkindern lesen, wie respekt und würdelos die Medizin über ihr während der Schwangerschaft, Geburt oder kurz danach verstorbenes Kind spricht bzw. schreibt, und an diesem Wortlaut bis heute nichts geändert hat, sondern Gesetze akzeptiert, wie sie anno dazumals von Medizinern und Politikern entworfen wurden - ist die menschenverachtende Zuführung zu Klinikmüll > Müllverbrennungsanlage die logische Lösung.

Angehörige von Sternenkindern sagen - mit den Augen der Liebe betrachtet: kein Mensch ist Müll, kein Mensch ist ein Kretin .... Passend dazu die Medizin über sich selbst: was man sagt, ist man in erster Linie selbst ....mit einem Finger zeigt man auf andere, drei Finger zeigen auf den, der die Aussage tätigt.... jeder Mensch hat von Anfang an Respekt verdient, ....

3. Für die Medizin ist das Bestattungsrecht in Landesgesetze verfasst die jeweils nur für ein Bundesland gelten. Dem gegenüber steht für ganz Österreich einheitlich geregelt das Bestattungsrecht im Auftrag von Angehörigen, das selten alles umfassend den Angehörigen nahe gebracht wird. Erfreulich: Die Mutter der tot geborenen Joy Katharina - nach der Totenbeschau: Totgeburt - hat die Broschüre im Wiener SMZ - Ost erhalten. 2015: 'Laut österr. Bundesministerium für Familie und Jugend besteht in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg, Steiermark und Vorarlberg für Fehl- und Totgeburten Bestattungspflicht - in Kärnten, Oberösterreich und Tirol besteht für Totgeburten eine Bestattungspflicht, für fehlgeborene Kinder ein Bestattungsrecht. '

Nicht erwähnt wird im oben erwähnten Schreiben die Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm (§ 1 Abs. 5 Z 2 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz - WLBG), wie sie ist seit 17.09.2004 in Geltung ist. in der Broschüre steht auch nicht drinn: ohne dem Ergebnis einer durchgeführten Totenbeschau darf kein Bestatter tätig werden. Wegen der 120 SSL habe ich mich erkundigt und erfahren, das behindert oder defekt angelegte Kinder häufig kleiner als auch leichter sind, so das eine Frau zwischen 20. - 24. Wochen schwanger sein kann und ihr Sternenkind hat ev. noch keine 120 SSL! Ich erlebte auch Mütter von Sternenkindern, deren Kind nach 8. Monaten Schwangerschaft noch keine 500 Gramm auf die Waage brachten. Von wegen Bestattungspflicht aller anfallenden Fehlgeburten in Wien ...

4. Niederösterreich: Jede Leiche ist vor ihrer Bestattung einer Totenbeschau durch einen Totenbeschauer oder eine Totenbeschauerin zu unterziehen. Leiche im Sinn dieses Gesetzes ist der Körper eines toten Menschen. Als Leiche gelten auch durch Totgeburt oder Fehlgeburt nicht lebend geborene Leibesfrüchte im Sinne des § 8 des Hebammengesetzes, BGBl.Nr. 310/1994 in der Fassung BGBl. I Nr. 90/2006. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrNO/LNO40009925/LNO40009925.html https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrNO/LNO40014717/LNO40014717.html

Kärnten: Jede Leiche und jede Totgeburt sind zu bestatten. Fehlgeburten dürfen (nicht müssen!) bestattet werden. Damit ergibt sich für Sternenkind.info die Frage: welchen Weg gehen jene Fehlgeburten, die keiner Totenbeschau zugeführt wurden? > Klinikmüll > Müllverbrennungsanlage? Verträgt sich dieser Weg mit der dem Kind zustehenden Menschenwürde?

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrK/LKT40005590/LKT40005590.html

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrK/LKT40007300/LKT40007300.html

Wien: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrW/LWI40005111/LWI40005111.html Wie verträgt sich die Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm (§ 1 Abs. 5 Z 2 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz - WLBG) - welches seit 17.09.2004 in Geltung steht mit dem Gesetz:

Unter die Bestattungspflicht fallen: 1. Leichen, Leichenteile, nicht lebendgeborene Leibesfrüchte durch Totgeburt oder Fehlgeburt sowie Leichenasche; https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrW/LWI40005129/LWI40005129.html ?

Leibesfrucht im Klinikmüll: Leider gibt es in Wien zahlreiche Gesetze und Ärzte, welche die Mutter nicht zu dem ihr vorrangig zustehenden Bestattungsrecht rechtzeit (vor dem med. Eingriff) allumfassend aufklären. Ärzte sind dazu nicht verpflichtet, sagt z.B. Dr. Fiala http://www.gynmed.at/

Unter 120 SSL muss in Wien keine Zuführung zur Totenbeschau stattfinden. Die Betroffenen waren unter Umständen bis zu 18 Wochen lang durch eine Schwangerschaft verbunden, haben anschließend keine Trauerfeier, kein Begräbnis, kein Grab!

Herr Vikenscher von der Feuerhalle Wien Simmering sagt: wenn die Medizin die Leibesfrüchte getrennt von Krebsgeschwüren, Blutbeuteln ec. erfasst, könnten anschließend diese Leibesfrüchte ohne Totenbeschau dem Sammelsarg für Fehlgeburten zugeführt werden.

Seit Sommer 1996 gibt es durch die Feuerhalle Wien Simmering die Möglichkeit, Klinikmüll zu kremieren. Die Asche kommt in Urnen und wird in einem der 3 Schächte versenkt. Darunter sind ohne Totenbeschau auch Leibesfrüchte. Zahlreiche Angehörige trauern hier um ihr Kind, doch da die Leibesfrüchte vermischt sind mit entnommenen Blinddärmen, Krebsgeschwüren ec. wird das Ablegen von Trauerschmuck an dieser Stelle als krank bezeichnet.

Daher reinigen die Mitarbeiter der Feuerhalle Wien Simmering den Ort für Klinikmüll regelmässig von Blumen, Engelsfiguren ec. Herr Vikenscher sagt: wenn die Medizin sich dafür entschließen könnte, die Leibesfrüchte gesondert von Blinddärmen, Krebsgeschwüren zu sammeln, dann könnte ohne Totenbeschau die Leibesfrüchte in den Sammelsarg der Fehlgeburten > Wiener Zentralfriedhof, Gruppe 35b. Fotos siehe http://www.sternenkind.info/petition/humanes-gewebe-ist-kein-abfall/

Sternenkind.info: Wenn folgende menschliche Fragmente in Form von auf Glasplatten aufgezogene Leibesfrüchte nicht mehr benötigt werden, könnten sie dem Sarg für Fehlgeburten zugeführt werden.

Unter die Bestattungspflicht fallen nicht:

1. Gebeine und Skelette, denen historische, anthropologische oder religiöse Bedeutung zukommt;

2. Gebeine und Skelette, die zu Unterrichts- und Anschauungszwecken in dazu bestimmten Einrichtungen dienen;

3. anatomische und histologische Präparate, die zu Unterrichts- und Anschauungszwecken in dazu bestimmten Einrichtungen dienen. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrW/LWI40005129/LWI40005129.html

Ich dachte, wenn in der Friedhofsordnung ein Grabstein vorgeschrieben ist oder die Einbindung eines konzessionierten Gärtners in der Friedhofsordnung vorgeschrieben ist, das daher diese Ausgaben Bestandteil der Bestattungsrechnung für die Zeit der Mindestruhefrist sind. Gefunden hat Sternenkind.info:

Die Kosten einer einfachen Bestattung umfassen auch die Anschaffung eines dem Rahmen der Einfachheit nicht überschreitenden ortsüblichen Grabsteins. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19860225_OGH0002_0050OB00510_8600000_004/JJR_19860225_OGH0002_0050OB00510_8600000_004.html

Wer definiert was Ortsüblich ist?

Graz: da dem Gesundheitsamt als Gesundheitsbehörde lediglich die ÜBERWACHUNG der Totenbeschau obliegt https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Vwgh/JWT_1995120002_19950906X00/JWT_1995120002_19950906X00.html

Nicht jedes Sternenkind wird mit den Augen der Liebe betrachtet: Warum ist bei menschlichen Ei- und Samenzellen, die keiner Frau zum austragen einer Schwangerschaft refundiert werden, keine Zuführung zur Totenbeschau verpflichtend vorgesehen?

Aufbewahrung § 17.

(1) Samen, Eizellen, entwicklungsfähige Zellen sowie Hoden- und Eierstockgewebe dürfen nur in einer nach § 5 Abs. 2 zugelassenen Krankenanstalt, Samen auch durch einen Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der eine Meldung gemäß § 5 Abs. 1 erstattet hat, entnommen und bis auf Widerruf oder bis zum Tod der Person, von der sie stammen, aufbewahrt werden. Entwicklungsfähige Zellen dürfen jedoch höchstens zehn Jahre in einer nach § 5 Abs. 2 zugelassenen Krankenanstalt aufbewahrt werden. Die Aufbewahrung hat dem jeweiligen Stand der Wissenschaft und Technik zu entsprechen.

(2) Die Überlassung von Samen, Eizellen, Hoden- und Eierstockgewebe ist nur mit schriftlicher Zustimmung der Person, von der sie stammen, und die Überlassung entwicklungsfähiger Zellen nur mit schriftlicher Zustimmung beider Ehegatten, eingetragenen Partner oder Lebensgefährten zulässig. Die Zustimmung kann nur höchstpersönlich und im Zustand der Einsichts- und Urteilsfähigkeit erteilt werden. § 3 bleibt unberührt.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Begut/BEGUT_COO_2026_100_2_1052290/BEGUT_COO_2026_100_2_1052290.html

Es gibt auch anderst lautende bzw. entgegengesetzte Rechtssprechungen zu diesem Thema: Kommt die Leibesfrucht tot zur Welt, gilt sie als nicht empfangen. Mit der Zeugung ausgelöste Rechtswirkungen erlöschen nicht erst mit dem Zeitpunkt der Totgeburt, sondern rückwirkend auf den Zeugungszeitpunkt. Gleiches gilt für eine Fehlgeburt; bei Totgeburt, Fehlgeburt oder Tod der Mutter samt Leibesfrucht vor der Geburt gilt der Erbanfall als nicht erfolgt. https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19961216_OGH0002_0010OB02259_96D0000_006/JJR_19961216_OGH0002_0010OB02259_96D0000_006.html

auf Formulierungen der Fragen achten: Vornahme der gerichtlichen Totenbeschau (im Vergleich zur Definition Lebendgeburt laut Hebammengesetz) https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR12019769/NOR12019769.html

2007 war ich persönlich am Grazer Friedhof, sah mit eigenen Augen das Sammelgrab. Diese Gesichtslose Marienstatue mit Kind befindet sich in der nähe am gleichen Friedhof. Hier haben Angehörige von Sternenkindern Grabschmuck abgelegt, darunter kleine Engelfiguren. Ich fragte bei dem am Friedhof liegenden Friedhofsverwaltung nach, ob bei der Statue die Leibesfrüchte ohne Totenbeschau liegen, weil ich doch die Zeichen der Trauerarbeit sah. Hier wurde gesagt: nein, aber es wurde bestätigt, das zahlreiche Mütter hier ihre Trauerarbeit um ihr Sternenkind leisten. Anschließend traf ich mich persönlich mit trauernden Müttern. Daher: Grazer Mütter haben mir berichtet, das der Name ihres Sternenkind nicht in den Unterlagen zur Sammelbeerdigung stand, obwohl die Mütter ihr Kind für die Sammelbeerdigung angemeldet hatten. Die Begründung warum: siehe das für die Steiermark geltende Gesetz, welches auch beim Sammelgrab in Judenburg/ Steiermark zur Anwendung kommen kann. Wenn Angehörige diese Weg des "Armenbegräbnisses" für ihr Sternenkind wählen, entscheidet das Anatomische Institut, ob nicht doch das eine oder andere Sternenkind für die Forschung wichtig ist:

Steiermärkisches Leichenbestattungsgesetz 2010

§ 17 Bestimmung von Bestattungsart und Bestattungsort

(1) Bestattungsart und -ort richten sich nach dem Willen der/des Verstorbenen. Liegt eine ausdrückliche Willenserklärung der/des Verstorbenen nicht vor und ist ihr/sein Wille auch sonst nicht eindeutig erkennbar, steht der Ehegattin/dem Ehegatten, der eingetragenen Partnerin/dem eingetragenen Partner, den volljährigen Kindern dem Alter nach und den Eltern der/des Verstorbenen bzw. einer sonstigen der/dem Verstorbenen nahestehenden Person, die mit ihr/ihm bis zu ihrem/seinem Tode in Haushaltsgemeinschaft gelebt hat, in dieser Reihenfolge das Recht zu, Bestattungsart und -ort zu bestimmen. Ist keine dieser Personen vorhanden oder können sich diese über die Bestattungsart nicht einigen, ist die Leiche der Erdbestattung zuzuführen.

(2) Wenn von den im Abs. 1 genannten Personen für die Bestattung der Leiche keine Vorsorge getroffen wird, so ist das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Graz zu verständigen, das die Abholung der Leiche für Forschungs- bzw. Lehrzwecke auf eigene Kosten veranlassen kann. Macht dieses Institut hievon binnen 72 Stunden nach Eintritt des Todes keinen Gebrauch, so ist die Gemeinde, in der der Tod erfolgte bzw. die Leiche oder Leichenteile aufgefunden wurden, verpflichtet, die Bestattung zu besorgen.

(3) Das Anatomische Institut der Medizinischen Universität Graz hat für die Bestattung der von ihm übernommenen Leiche bzw. Leichenteile zu sorgen und die dadurch erwachsenden Kosten zu tragen.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/LrStmk/LST40000218/LST40000218.html

 

In den Jahren danach hatte ich immer wieder ein Bild in meiner Seele zu diesen Angehörigen und deren individuellen Umfeld, wärend weiter weg (am Anatomischen Friedhof) ihre Verstorbenen liegen. Die Verstorbenen riefen, aber nicht alle Angehörigen hörten diesen Ruf. Die Angehörigen trauernden nicht nur um den Tod ihres Kindes, sondern auch darum, das sie nicht wußten, wo ihr Sternenkindkind liegt. Offenbar hat das oben beschriebene Thema die Herzen der Angehörigen nicht erreicht. Die Angehörigen trauern auch darum, das sie ihr verstorbenes Familienmitglied vor der Forschung nicht haben bewahren können. Andere findet Ihren Frieden, das vor dem Begräbnis die sterbliche Hülle noch der Medizin z.B. zur Ausbildung dienen durfte. Vielfach dürfte das auch für die Vorausgegangenen Seelen in Ordnung gewesen sein, denn sie haben ihre sterbliche Hülle begleitet, waren aber nicht mehr in der sterblichen Hülle drinnen.

Was immer Du auf Erden verschenkst, es wird Dich in den Himmel begleiten.

Aus dem Koran