Dieses Bild wird mich für den Rest meines Lebens verfolgen…

 

„Ich war alleine zuhause. Gut so, weil ich schrie wie ich es noch nie zuvor getan hatte. Es war mit Abstand der schrecklichste Schmerz den ich je gespürt habe. Ich habe gespürt wie sich etwas bewegt in mir und als ich mich auf der Toilette gesetzt habe, habe ich es rauskommen gespürt. Ich habe einen Klumpen Blut erwartet, nichts hätte mich darauf vorbereiten können, diesen seinen Körper zu sehen. Er hatte die Farbe meiner Haut und begann wie eine Person auszusehen. Es gab nichts anderes was ich tun konnte, außer die Toilettenspülung zu drücken. Jetzt wo der körperliche Schmerz vorbei ist, wird mich dieses Bild für den Rest meines Lebens verfolgen.“ Quelle: sostieni.provitaefamiglia.it

Die "Pille danach" ist nicht 'Mifegyne'. Die „Pille danach“ ist in allen österreichischen Apotheken rezeptfrei erhältlich. Es gibt für die Einnahme keine Altersbeschränkung und der Kauf kann durch weibliche und männliche Personen erfolgen. Das heißt, auch Jugendliche dürfen diese kaufen.

 

Erwartet wird, das sich in Österreich und Deutschland Ärzte (Gyn.) dagegen aussprechen, 'Mifegyne' zu verschreiben.

Wegen der Corona-Krise wurde die niederschwellige Abgabe von Mifegyne in Österreich eingeführt. Dieses neue Angebot ist ein Deeskalationsangebot: Fälle von häuslicher Gewalt stiegen während Corona-Krise | Nachrichten.at

Persönlich sprach ich mit einem Gyn, welcher die Ansicht vertritt, das damit ein gefährlicher Weg beschritten wird, indem die Frauen selbstbestimmt zu Hause die Tabletten ein nehmen und ev. keine Zeit/ keinen Mut/ keine Notwendigkeit finden für den zweiten Termin. Eine Aufnahme in einem Krankenhaus für zumindest 4 Tage ist aus seiner Sicht der verantwortungsvollere Weg, um die Einnahme von 'Mifegyne' und das Ende der Schwangerschaft zu begleiten.


Die Anfragen sind zu finden, wenn man auf http://www.parlament.gv.vat das Suchwort "Mifegyne" eingebt. Hier der Link zu den Anfragen:

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02769/imfname_810580.pdf (Familienministerium)

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02770/imfname_810589.pdf (Gesundheitsministerium)

 

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_02831/imfname_810937.pdf (Frauenministerium)

 

Es ist erfreulich, dass aufgrund dieser Anfragen signalisiert wird: Es gibt Politiker, die den Mut haben, für den Schutz des Lebens und im Todesfall für die selbstbestimmet gelebte Liebe der Frau sich einzusetzen.

 

Wer kann, soll sich bei Frau Ecker rosa.ecker@fpoe.at für diese Anfragen bedanken.

Mifegyne > Kremierung und unkremierte Beerdigung ist möglich

Sehr geehrte Leser und Leserin,

für Frauen, die den Abbruch ihrer Schwangerschaft sich wünschen - begrüße ich es sehr, das Mifegyne auf Rezept nun niederschwellig auch bei Gynäkologinnen und Gynäkologen erhältlich ist, und nicht nur in Kliniken. Die Praxis wird zeigen, wie viele Gyn. dieses Angebot ihren Patiennen gegenüber machen werden, und wie viele nicht, denn der Gyn. ist - soviel ich weiß - gesetzlich nicht verbindlich verpflichtet, diese zu verschreiben, wenn die Patientin sich dieses wünscht.

 

Doch wer ausschließlich der Medizin vertraut, wird um vieles gebracht: Da die Schwangere durch den Arzt zu wenig Informationen bzw Begleitung erhält, ist die Folge der Einnahme u.U. (sehr) traumatisierend: Mifegyne stoppt die Nährstoffversorgung des Kindes. In einem oft mehrtägigen Kampf stirbt das Kind im Mutterleib. Die Mutter erlebt diesen Todeskampf mit und sieht oft sogar ihr Kind abgehen.

 

Bestattungsrecht

In der Friedhofsverwaltung zuvor nachfragen, denn der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Wenn die Mutter ihr vor der 18. SSW verstorbene Kind auffängt, und sie es nicht der Totenbeschau zuführt - kann sie es auf einem Friedhof in einem bestehenden Grab ohne Bestatter, nur mit Unterstützung eines Totengräbers beerdigen. Die Ausnahmebestimmung von der Totenbeschau für Fehlgeburten unter einer Scheitelsteißlänge von 120 mm (§ 1 Abs. 5 Z 2 Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz - WLBG) ist seit 17.09.2004 in Geltung und sollte aufgehoben werden, damit ein Bestattungsrecht im Auftrag der Mutter möglich ist. Die Mütter sollen für Fehl- und Totgeburten selbst entscheiden können ob sie ihr während der Schwangerschaft, Geburt und kurz danach verstorbenes Kind in teilen oder als ganzes der Forschung zur Verfügung stellen möchten oder Beerdigen.

Die Zuführung zu einer Müllverbrennungsanlage sollte neu überdacht werden, denn die Reste aus embryonaler Transplantation und Forschung können laut Feuerhalle auch dem Sammelsarg der Fehlgeburten zugeführt werden.

Den Müttern muss zudem fristgerecht kommuniziert werden, das in Österreich Kinder die innerhalb der ersten Lebenswoche sterben, von der Klinik als Fehl- oder Totgeburt (mit oder ohne Gewichtsangabe) gemeldet werden und nur die Mutter dieses Status ändern kann in die Urkunde eines lebend geborenes Kindes mit anschließender Sterbeurkunde, was Auswirkungen auf das Bestattungsrecht hat.

Eine Beerdigungsmöglichkeit für vor der 18.SSW verstorbenen Kinder besteht nicht in den von der Bestattung Wien betreuten Sammelgräbern für Fehlgeburten 1 & 2, aber mit anderen Bestattern im Sammelgrab der still geborenen in 1140 Wien.

Die Bestattung Wien führt als kleinen Kindersarg ab 60 cm, Särge für Fehlgeburten sind kleiner und ab 10 cm erhältlich. Alternative Gefäße aus umweltfreunlich verrottbarem Material sind bei unkremierten Beerdigungen erlaubt, bei Kremierung besteht die Pflicht zu einem Sarg, aber nicht die Pflicht zu einem Grab! Genauere Info erhalten Sie in der Verwaltung der von Ihnen ausgesuchten Feuerhalle.

Das Bundesministerium für Familie und Jugend www.bmfj.gv.at , Abteilung 1/4 berichtet: Der Familienhärteausgleich erbringt finanzielle Unterstützungsleistungen für Familien in folgenden Bereichen: Einmalige Zuwendung an Familien, welche durch ein besonderes Ereignis (Schicksalsschläge wie z.B. Todesfall, Krankheit, Behinderung, Naturereignis) in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Voraussetzung ist der Bezug von Familienbeihilfe und der Besitz der Österreichischen bzw. EU - Staatsbürgerschaft. Broschüre

 

Standesamt

In vielen Ländern gilt wie z.B. in Deutschland und Österreich: Hat die Mutter eine med. Bestätigung über ihre Schwangerschaft/ Fehlgeburt, kann sie am Standesamt eine Urkunde beantragen, damit ist ihr Kind namentlich erfasst als Fehlgeburt.

 

Inschrift auf Grabstein

Der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Da ein Steinmetz keine Dokumente kontrolieren darf, kann ohne Urkunde die Frau einen Steinmetz beauftragen und so am Grabstein sich eine Erinnerung an ihr Kind sich schaffen.

 

Viele Frauen werden in dieser für sie persönlich sehr schwierigen Zeit nicht begleitet, auch selten mit alles umfassenden Informationen versorgt. Die fehlende Begleitung und vieles andere mehr verursacht bei vielen Frauen ein Trauma, da sie völlig alleingelassen geblieben sind, denn der Gynäkologe verschreibt nur die Pille und die Frau kann sich anschließend in der Apotheke die Tabletten holen und zu Hause selbstverantwortlich einnehmen. Es gibt auch die Variate, das der Gynäkologe die Tablette gibt und er bei der Einnahme der Pille anwesend ist, doch den weiteren Vorgang begleitet er nicht - da die Schwangere nach Hause entlassen wird.

 

Von Bestatter aus Tirol, Vorarlberg, Steiermark (Ausnahme Graz), Kärtnen habe ich die Information, das still geborene Kinder ohne Gewichtsangabe der Totenbeschau zugeführt und dem Standesamt gemeldet werden. Im Sinne der Mütter wäre sinnvoll, die Bestattungspflicht für über 500 Gramm schwere Sternenkinder aufzuheben und daraus ein Bestattungsrecht zu machen.

 

Die Zuführung zur Totenbeschau ist der erste Akt einer kremierten Bestattung oder zu einem unkremierten Begräbnis. Es reicht die Ausstellung eines Leichenbegleitscheines (wie es die Bestattung Wien für ihre Fehlgeburten in den Sammelgräbern erhält.) Das wollte ich Sie wissen lassen. Vielleicht haben Sie eine Idee, wie sich der aktuelle Zustand liebevoller begleidend gestalten lässt.

Juli 2020 anbei die Originaltexte des BASG


Liebe Mitglieder der Lebenskonferenz, die Antworten zu den parlamentarischen Anfragen der FPÖ bezüglich Mifegyne sind heute -10. September. 2020 - auf der Parlamentshomepage veröffentlicht worden. Die Anfragen wurde an das grüne Gesundheitsministerium sowie an die ÖVP-geführten Familienministerium und Frauenministerium gerichtet und beinhalten 34 Fragen. Die Antworten sind zu finden, wenn man auf http://www.parlament.gv.vat das Suchwort "Mifegyne" eingibt.

Hier der Link zu den Antworten:

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/AB/AB_02836/imfname_823718.pdf (Familienministerium)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/AB/AB_02815/imfname_823660.pdf (Gesundheitsministerium)

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/AB/AB_02834/imfname_823711.pdf (Frauenministerium)

Hier ein paar zentrale Antworten des grünen Gesundheitsministeriums aus der Anfrage:

 

Frage 1: Aufgrund welcher Veranlassung hat das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) den Antrag des Zulassungsinhabers auf Verschreibung der Abtreibungspille" Mifegyne durch niedergelassene Gynäkologen in Erwägung gezogen? Am 15.04.2020 wurde durch den Zulassungsinhaber der Arzneimittel Mifegyne ..., der Nordic Group BV ein Antrag auf Änderung des Abgabestatus der gegenständlichen Arzneimittel beim BASG eingereicht. Inhalt des Änderungsantrages war die Erweiterung der Abgabemöglichkeit von Krankenanstalten auf Krankenanstalten und niedergelassene Fachärztinnen bzw. Fachärzte für Frauenheilkunde. Der entsprechenden Anträge wurden durch das BASG begutachtet und im Rahmen von nationalen Änderungsverfahren mit Bescheid vom 5.06.2020 positiv beschieden.

 

Fragen 2 und 3: War Ihr Ministerium in den Diskussionsprozess um die Genehmigung eingebunden? Wenn ja, wie ist Ihre Stellungnahme dazu? Das BASG hat die gemäß § 6a Abs. 1 Gesundheits-und Ernährungssicherheitsgesetz zur Vollziehungübertragenen Aufgaben im Sinne der materiell rechtlichen Zuständigkeit selbständig zu bewerten. Eine direkte Einbindung des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) als unmittelbar übergeordnete Behörde in fachliche Entscheidungsprozesse, wie der Änderung eines Abgabestatus ist nicht vorgesehen und hat nicht stattgefunden. Ergänzend sei angemerkt, dass die Sachverständigen und Gutachter des BASG im Rahmen ihrer Tätigkeit als Amtssachverständige zu sehen sind und in dieser Eigenschaft der Wahrheitspflicht unterliegen. Inhaltliche Weisungen an Sachverständige und Gutachter im Rahmen ihrer Gutachter-oder Sachverständigentätigkeit durch Vorgesetze oder unmittelbar übergeordnete Behörden, wie dem BMSGPK sind somit nicht möglichund sind auch nicht erfolgt.

 

Die Sprache in der Beantwortung der Frage 34 durch das grüne Gesundheitsministerium hat mich schockiert: Wie wird im Fall des Falles die "Entsorgung" des abgetriebenen Fötus geregelt? Bei frühzeitigem Schwangerschaftsabbruch durch Einnahme der Tabletten entsteht ähnlich der Menses (Anmerkung: Menses = Menstruation) eine Blutung. Bei späterem Schwangerschaftsabbruch dient die Einnahme der Tablette der Vorbereitung danach folgt eine Curettage, diese Vorgehensweise ist nur in einem Krankenhaus möglich; der Fötus wird nach den Richtlinien der Pathologie versorgt.

 

Die ÖVP-Ministerinnen verweisen in der Anfragebeantwortung auf das grüne Gesundheitsministerium. Die ÖVP-Ministerinnen waren gemäß dieser Anfragebeantwortung nicht in den Diskussionsprozess um die Genehmigung eingebunden und haben keine Stellungnahme abgegeben. Abgesehen davon, dass die ÖVP Ministerinnen weder zuständig noch miteinbezogen waren (und das grüne Vorpreschen viel Unmut ausgelöst hat!) ist die Einleitung von Frauenministerin Susanne Raab interessant und gut verwendbar: "Einleitend ist festzuhalten, dass wir als Politik und Gesellschaft jene Rahmenbedingungen schaffen müssen, die Schwangerschaftsabbrüchen vorbeugen und Frauen auch Perspektiven aufzeigen, ja zum Kind sagen zu können. Deshalb ist die Unterstützung von Frauen, die ungeplant schwanger sind, von zentraler Bedeutung. Frauen dürfen sich bei der schwierigen und schwerwiegenden Entscheidung über einen Schwangerschaftsabbruch nicht alleine gelassen oder gedrängt fühlen. Es ist daher entscheidend, dass es ein ausreichendes und einfach zugängliches Angebot zur Unterstützung und Beratung gibt. Die aus den Familien- und Frauenbudget geförderten Familien-, Frauen- und Mädchenberatungsstellen sind hier wichtige Ansprechstellen für Frauen in ganz Österreich. Es ist mir daher wichtig, Frauen in dieser herausfordernden Situation bestmöglich zu unterstützen.“

 

Aus einem Schreiben der Plattform-Leben-Vorarlberg

Besonders betroffen macht die Antwort von Minister Anschober auf die Frage (Nr. 34): Wie wird im Fall des Falles die "Entsorgung" des abgetriebenen Fötus geregelt? Antwort: „Bei frühzeitigem Schwangerschaftsabbruch durch Einnahme der Tabletten entsteht ähnlich der Menses eine Blutung.“

-> Anmerkung: Das beantwortet die Frage doch nicht. Was ist mit dem Fötus? Jede Frau, die eine Fehlgeburt hatte, weiß, dass das nicht „nur“ Blut ist. Gerade eben schrieb mir eine Frau, welche Mifegyne genommen hat, dass ihr Kind (8. Schwangerschaftswoche / 1 cm groß) in der Fruchtblase sehr gut zu erkennen gewesen sei und sie froh ist, es nicht ins Klo gespült zu haben. Sie hat es begraben. Zumindest diese Würde sind wir den zu früh Verstorbenen doch schuldig, oder? Bitte lasst uns weiterhin mit voller Kraft für das Lebensrecht der Ungeborenen eintreten.

Segenswünsche von www.plattform-leben-vorarlberg.at

Dieses Bild wurde entworfen von einer Mutter, deren Kind in der 6. Schwangerschaftswoche starb.
Dieses Bild wurde entworfen von einer Mutter, deren Kind in der 6. Schwangerschaftswoche starb.

Die Genehmigung zur Vergabe der Abtreibungspille, welche am 2.7.2020 vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) erlassen wurde, bedeutet einen Dammbruch unfassbaren Ausmaßes.

Mifegyne ist in Österreich nun als Rezept niederschwellig auch bei niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen erhältlich, und nicht nur in Kliniken oder Abtreibungsambulanzen.

Da die Schwangere durch den Arzt zu wenig Informationen bzw Begleitung erhält, ist die Folge der Einnahme u.U. (sehr) traumatisierend:

Mifegyne stoppt die Nährstoffversorgung des Kindes. In einem oft mehrtägigen Kampf stirbt das Kind qualvoll im Mutterleib. Die Mutter erlebt diesen schmerzhaften Todeskampf mit und sieht oft sogar ihr Kind abgehen.

Bestattungsrecht

In der Friedhofsverwaltung zuvor nachfragen, denn der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Wenn die Mutter ihr vor der 18. SSW verstorbene Kind auffängt, und sie es nicht der Totenbeschau zuführt - kann sie es auf einem Friedhof in einem bestehenden Grab ohne Bestatter, nur mit Unterstützung eines Totengräbers beerdigen.

Standesamt

In vielen Ländern gilt wie z.B. in Deutschland und Österreich: Hat die Mutter eine med. Bestätigung über ihre Schwangerschaft/ Fehlgeburt, kann sie am Standesamt eine Urkunde beantragen, damit ist ihr Kind namentlich erfasst ist als Fehlgeburt.

Inschrift auf Grabstein

Der Grabnutzungsberechtigte muss damit einverstanden sein: Da ein Steinmetz keine Dokumente kontrolieren darf, kann ohne Urkunde die Frau einen Steinmetz beauftragen und so am Grabstein sich eine Erinnerung an ihr Kind sich schaffen.

Viele Frauen werden in dieser für sie persönlich sehr schwierigen Zeit nicht begleitet, auch selten mit alles umfassenden Informationen versorgt. Die fehlende Begleitung und vieles andere mehr verursacht bei vielen Frauen ein Trauma, da sie völlig alleingelassen geblieben sind, denn der Gynäkologe verschreibt nur die Pille und die Frau kann sich anschließend in der Apotheke die Tabletten holen und zu Hause selbstverantwortlich einnehmen. Es gibt auch die Variate, das der Gynäkologe die Tablette gibt und er bei der Einnahme der Pille anwesend ist, doch den weiteren Vorgang begleitet er nicht - da die Schwangere nach Hause entlassen wird. 

 Wenn Trauma Leid erzeugt

Psychische Ausnahmesituationen können zu einer sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung oder anderen Folgen (z.B. Depressionen) führen. Wie eine Traumatherapie helfen kann. ....

Das wollte ich Sie wissen lassen.

 

Juli 2020

„Abtreibungspille“ bald durch Gynäkologen verschreibbar

Das österr. Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) genehmigt laut der Frauensprecherin der Grünen, Meri Disoski, und der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Petra Bayr den Antrag des Zulassungsinhabers auf Verschreibbarkeit der „Abtreibungspille“ Mifegyne durch niedergelassene Gynäkologinnen und Gynäkologen.

Damit wird das Medikament in Österreich in Zukunft auch außerhalb von Krankenhäusern und Ambulanzen erhältlich.

„Bisher war es so, dass die Mifegyne ausschließlich in Krankenanstalten und in Ambulatorien, die zur Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen berechtigt sind, abgegeben werden durfte.

Das widerspricht der medizinischen Praxis in vielen Ländern und bedeutet zudem für Frauen, die im ländlichen Raum leben, eine mühsame lange Anfahrt in einer ohnehin belastenden Situation“, wurde Disoski in einer Aussendung zitiert.

„Die Verschreibungsmöglichkeit ist auf Gynäkologen und Gynäkologinnen beschränkt“, sagte sie.

„Die Erleichterung ist groß“ „Endlich ist es möglich, dass Frauen eine ungewollte Schwangerschaft innerhalb der ersten neun Wochen niederschwellig durch einen medikamentösen Abbruch beenden. Lange hat es gedauert, die Erleichterung ist groß“, begrüßte Bayr die erweiterte Zulassung. Bei Mifegyne handelt es sich um ein Medikament, das ehemals unter dem Namen RU-486 bekannt geworden und viele Jahre lang als mögliches Mittel für Schwangerschaftsabbrüche vor allem ideologischen und weltanschaulichen Diskussionen ausgesetzt war.

Die Erstanwendung im Jahr 1999 am Krankenhaus Korneuburg in Niederösterreich hatte dort sogar zu Demonstrationen von Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern geführt.

Die Wirksubstanz selbst – Mifepriston – war bereits 1980 vom damaligen französischen Pharmakonzern Roussel-Uclaf entdeckt worden.

„Schwangerschaftsabbruch niederschwelliger“

Der Wiener Gynäkologe und Leiter von Ambulanzen für Schwangerschaftsabbrüche, Christian Fiala, begrüßte die erweiterte Zulassung bzw. Verschreibbarkeit des Medikaments ebenfalls, „weil sie grundsätzlich den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch niederschwelliger macht und auch Frauen in den Bundesländern eine wohnortnahe Versorgung ermöglicht“, wie es in einer Aussendung hieß. Allerdings warnte Fiala davor, dass die Abgabe an ungewollt Schwangere damit auch ohne Qualitätssicherung sowie ohne Beratung und Nachkontrolle erfolgen könnte. „Das könnte ein Risiko für Frauen bedeuten“, so der Arzt. Fiala war 1999 einer der Ärzte am Krankenhaus Korneuburg, die RU 486 anwendeten.

Quelle: red, ORF.at/Agenturen

Österreich: Bis zur 9. Schwangerschaftswoche kann ein Schwangerschaftsabbruch chemisch durchgeführt werden. Dies erfolgt durch die Verabreichung von zwei Präparaten. Als erstes wird Mifepriston (auch RU-486) eingenommen. Dieses Medikament unterbricht die Aufnahme von Progesteron im Mutterleib, indem es die Rezeptoren dafür blockiert. Somit wird die Versorgung des Fötus unterbrochen. Dem Fötus wird nicht direkt Schaden zugefügt, sondern die Erhaltung der Placenta, die es zum Leben braucht, wird verhindert. Nach circa 2 Tagen erfolgt dann die Einnahme eines Prostaglandins, meist Misoprostol, welches Kontraktionen im Uterus herbeiführt (Delgado et at., 2018).

 

Eine "Umkehrung" der chemischen Abtreibung setzt nach der Einnahme des ersten Medikaments, Mifepriston, an. Da dieses Medikament Progesteron blockiert, wird Progesteron verabreicht, in dem Versuch gegen das Mifepriston zu konkurieren. Es handelt sich also nicht um ein bestimmtes Medikament oder eine "Umkehrpille", sondern um dasselbe Hormon, welches auch vom Körper selbst produziert wird, um eine Schwangerschaft zu erhalten. Progesteron wird auch Frauen verabreicht, die ein hohes Risiko für eine Fehlgeburt haben (Delgado, Davenport, 2012).

In Österreich wird die Behandlung mit Progesteron von Krankenkassen übernommen, da es wie ein Risiko für Fehlgeburt behandelt wird. Es sollte allerdings nicht die Rede von einer Umkehrung sein, sondern eher von einer Einschränkung der Wirkung der chemischen Abtreibung. Quelle

Fristenlösung

Dabei handelt es sich um einen gesetzlich erlaubten (in manchen Ländern verboten, aber straffrei gestellten) Schwangerschaftsabbruch bis zur 12. Schwangerschaftswoche (in manchen Ländern bis 12. Wochen nach der Zeugung, also bis zur 14. Schwangerschaftswoche, denn ein Kind, das zum Leben erwartet wird, wird am dem 1. Tag der letzten Blutung an gerechnet - im Gegensatz zum Thema Abbruch einer Schwangerschaft)

 

Auch wenn das Wort etwas vorgaukeln will, nämlich dass das Einhalten dieser Frist irgendetwas löst. Tatsächlich löst das Einhalten dieser Frist die bestehende Elternschaft nicht auf. Frau und Mann entscheidet sich nur, ob Sie hinkünftig Eltern eines lebenden oder toten Kindes sein wollen. Bei Zwillingen/ Mehrlingen dem entsprechend.

Es gibt zumindest 12 Verhütungsmittel, die bewirken, das es zu keiner Verschmelzung von Ei- und Samenzelle kommt, oder das die Einnistung verhindert werden soll. Eine medikamentöse Abtreibungsform geschieht mit

Jedes Medikament, welches in Österreich legal zum Einsatz kommt - zugelassen wurde ist eine andere Bezeichnung dafür -, gibt es wenigstens in einer österr. Apotheke, bei welcher dieses Medikament legal bezogen werden kann.

Bei Mifegyne Import und Vertrieb: Baldia KG, Allerheiligenapotheke Allerheiligenplatz 4, 1200 Wien

Quelle:

https://medikamio.com/de-at/medikamente/mifegyne-200-mg-tabletten/pil

Dr. Fiala über medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche mit Mifegyne

Die zweite Chance Panik, Gewissensbisse.

Für Frauen, die sich übereilt für die Einnahme der Abtreibungspille Mifegyne entschieden haben, gibt es Hoffnung. In den USA entwickelten Forscher ein Gegenmittel, das die Wirkung des tödlichen Präparates erfolgreich neutralisiert. Von Alexandra Linder

In dem Moment, als ich sie geschluckt hatte, wusste ich, dass es falsch war.“ Valerie (Name geändert) war in der 7. Woche schwanger und hatte sich für eine chemische Abtreibung mit dem Wirkstoff Mifepriston, entschieden. Unter Aufsicht ihrer Gynäkologin nahm sie eine Pille ein und ging nach Hause. Wissend, dass „die Schwangerschaft beendet wird“ und das Kind in ihr innerhalb der nächsten Tage sterben würde. Diese Belastung, gepaart mit dem Bewusstsein, „es“ selbst getan zu haben, ist für manche Frauen so groß, dass sie ihre Entscheidung rückgängig machen möchten. Auch dies zeigt, dass eine Abtreibung offensichtlich keine eindeutig selbstbestimmte, freie Wahl ist. Seit Natalie Bayer-Metzler, Krankenschwester und Schwangerschaftskonfliktberaterin in Vorarlberg/Österreich, in einem kleinen Blog im Februar 2018 berichtete, dass man die Wirkung der Abtreibungspille Mifegyne/RU 486 manchmal rückgängig machen könne, hat sie schon 40 Frauen begleitet, die meisten aus Deutschland. „Alle Frauen waren bei der Beratung und haben einen Schein erhalten. Doch sie waren sich überhaupt nicht sicher, haben häufig keine Alternativen zur Abtreibung genannt bekommen und fühlten sich unter Druck gesetzt – sowohl von ihrem Umfeld als auch in Arztpraxen“, berichtet sie.

Knapp 23 000 Mal wurde statistisch erfasst in Deutschland 2018 mit Mifepriston einem Anti-Progesteron, abgetrieben, mit steigender Tendenz. Das Mittel unterbindet die Aufnahme von Progesteron, einem Hormon, das für die Entwicklung der Schwangerschaft und des Kindes unabdingbar ist: Es bereitet die Gebärmutter auf die Aufnahme und Versorgung des Kindes vor, senkt die Kontraktilität der Gebärmutter, festigt den Gebärmutterhals und ist für den mütterlichen Körper das dauerhafte Signal, das Kind zu versorgen. Der Wirkstoff Mifepriston sorgt dafür, dass die Versorgung des Kindes in der Gebärmutter aufhört und es stirbt. Einige Tage nach Einnahme von einer beziehungsweise drei Tabletten (je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Schwangerschaft die Einnahme erfolgt) wird ein weiteres Präparat verabreicht, ein Prostaglandin, das Wehen auslöst und das tote Kind zusammen mit dem Schwangerschaftsgewebe ausstößt.

In Deutschland geschieht das normalerweise in der Einrichtung, in der die Frau zuvor die Abtreibungspille eingenommen hat. Im schwedischen Modell der „home abortion“ (Hausabtreibung, analog zu Hausgeburt) verabreichen sich die Frauen das Prostaglandin selbst. In verschiedenen Dosierungen und zunächst ohne die Kombination mit Prostaglandinen ist die Abtreibungspille seit 1988 auf dem Markt. Wegen der nicht zufriedenstellenden Ausstoßung des toten Kindes wurde die Prozedur durch die Einnahme von Prostaglandinen ergänzt, mit denen man inzwischen eine Ausstoßungsrate von 95 bis 98 Prozent erreicht. In den übrigen Fällen erfolgt nach der Kontrolluntersuchung ein bis zwei Wochen später eine chirurgische Nachbehandlung der Gebärmutter.

In den ersten Jahren wurde Mifepriston zeitweise wieder vom Markt genommen, es gab Proteste. Denn zum ersten Mal wurde ein Präparat vertrieben, das ausschließlich für die Tötung eines Kindes vor der Geburt entwickelt, finanziert und produziert wurde. Außerdem gab es einige Todesfälle (z.B. Nadine Walkowiak 1991, Manon Jones 2005) und es gibt erhebliche Kontraindikationen, was die Einnahme angeht: Frauen mit Nebennieren-Problemen und Lebererkrankung, Blutarmut, Unterernährung oder Asthma bronchiale, Frauen über 35 und starke Raucherinnen sollten Mifepriston nicht anwenden.

Die eng begrenzte und frühe Anwendung bis zum 63. Tag der Schwangerschaft, gerechnet vom Zeitpunkt der letzten Periode an, verstärkt überdies den Druck auf die Frauen, die nur sehr wenig Bedenkzeit haben – nach einer Untersuchung des Universitätskrankenhauses von Marseille beträgt diese in rund der Hälfte der Fälle nur etwas mehr als 48 Stunden.

Laut Dr. George Delgado, Leiter der amerikanischen Vereinigung APR (Abortion Pill Reversal – Aufhebung der Abtreibungspille) mit Sitz in San Diego/Kalifornien, der am vergangenen Samstag bei dem Schweizer Verein mamma in Münchenstein bei Basel referierte, bereuen wie Valerie viele Frauen die Einnahme der Pille schon unmittelbar danach.

Auch Abtreibungsspezialisten wie Friedrich Stapf in München verweisen auf die psychische Belastung und berichten, dass nicht wenige Frauen in der Praxis anriefen, um zu fragen, ob man das Ganze rückgängig machen könne. Valerie meldete sich bei Natalie Bayer-Metzler, als sie zufällig auf den Blog stieß: „Ich möchte mein Kind nicht töten! Wie kann ich das rückgängig machen?“ Die Einnahme der Abtreibungspille war erst wenige Stunden zuvor erfolgt, so dass man schnell reagieren konnte: Ein Anruf bei einem bereits bekannten katholischen Krankenhaus in der Nähe von Valeries Wohnort und sie konnte sofort hinfahren und mit der Einnahme von Progesteron beginnen, um die Wirkung des Anti-Progesterons zu bekämpfen. Was hierzulande gerade erst publik wird und bisher nur wenigen Organisationen wie zum Beispiel vitaL – Beratung für Schwangere bekannt ist, hat in den USA laut Delgado schon 700 Kindern das Leben gerettet.

Je früher die Frauen anriefen und je schneller die Gegenmaßnahmen mit Progesteron eingeleitet würden, desto höher sei die Chance, dass das Kind überlebe. Am besten sei die Wirkung, wenn man mit der Behandlung innerhalb von 72 Stunden nach Einnahme der Abtreibungspille beginne. Normalerweise, so Delgado, würden die Frauen bis zum Ende des ersten Schwangerschaftstrimesters Progesteron bekommen, manchmal auch länger. Nach möglicherweise durch die Einnahme der RU 486 verursachten Schäden für die Kinder befragt, verwies er darauf, dass von den 700 bisher geborenen Kindern sieben, also ein Prozent, mit Krankheiten oder Behinderungen auf die Welt kamen, von denen man keine mit der Anwendung der Abtreibungspille in Verbindung bringen konnte. Unterstützt wird diese Erfahrung durch einen Bericht des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) in seinem Practice Bulletin von März 2014, in dem darauf verwiesen wird, dass es keine Hinweise auf eine Schädigung des Kindes durch die Abtreibungspille gebe, wenn es überlebe. Neben der Abtreibungspille in Kombination mit einem Prostaglandin etwa zwei bis drei Tage später lassen sich Abtreibungen auch mit Prostaglandinen alleine auslösen. Prostaglandine werden normalerweise als Medikament bei Magenschleimhautschäden oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren verschrieben und nicht für Abtreibungen zugelassen oder vorgesehen. Dennoch werden sie für chemische Abtreibungen verwendet, weil der Wirkstoff den Gebärmutterhals dehnt und ihn weichmacht, Wehen auslöst und veranlasst, dass das Endometrium abstirbt (ischämische Nekrose). Die Auswertung der rechtzeitigen Gegentherapie durch Progesterongabe, so Delgado, zeige, dass bei vorheriger Verwendung nur eines der chemischen Abtreibungsmittel die Überlebenschance der Kinder zwischen 64 und 68 Prozent liegt – wobei die geringere Dosierung der Abtreibungspille in den USA (200 mg) eine Rolle spiele. Werden beide Mittel in Kombination eingenommen, sinkt diese Rate allerdings signifikant. Dennoch plädieren die Fachleute aufgrund der Erfahrungen mit betroffenen Frauen dafür, es immer zu versuchen. Die Beratung der Frauen sei ebenfalls wichtig, sagt Natalie Bayer-Metzler: „Auch Frauen, die so spät kamen, dass das Kind nicht gerettet werden konnte, sind zutiefst dankbar für die intensive, individuelle Beratung und die Gespräche, die es teilweise auch noch lange nach dem Tod des Kindes gibt.“

Die Verabreichung von Progesteron ist in der Gynäkologie und Geburtshilfe gängig. Sowohl bei einem Fehlgeburtsrisiko als auch bei Frauen, die durch künstliche Befruchtung schwanger werden, wird Progesteron regelmäßig verwendet, um die Schwangerschaft zu stabilisieren. Dennoch sind die Reaktionen in Krankenhäusern sehr unterschiedlich: Manche katholischen Krankenhäuser verweigern die Behandlung in der Annahme, sie würde die Abtreibung unterstützen, andere Einrichtungen sind unsicher und möchten keine Fehler machen. Bekannt ist die Methode, die Wirkung der Abtreibungspille oder eines Prostaglandins durch eine hohe Progesterongabe aufzuheben, in nur sehr wenigen Einrichtungen. Delgado war der Erste, der die Anwendung und Wirkung der Progesterontherapie in einem wissenschaftlichen Fachartikel zusammenfasste. Inzwischen wird er von vielen Fachleuten unterstützt, so etwa von der American Association of Pro-Life Obstetricians and Gynecologists, die 2 500 Mitglieder hat und die Methode des Abortion Pill Reversal empfiehlt. Auslöser des Ganzen war die Notlage einer Schwangeren namens Ashley, die 2013 im Alter von 20 Jahren auf Druck des Kindsvaters und gegen ihren eigentlichen Willen die Abtreibungspille eingenommen hatte, das sofort bereute und sich in ihrer Not an Dr. Matt Harrison in Charlotte (North Carolina) wandte. Der kam auf die Idee, mit einer hohen Dosis Progesteron die Wirkung der Abtreibungspille zu überwinden. Allerdings hatte das vorher noch niemand versucht und für Mutter und Kind war der Versuch nicht ohne Risiko. Doch weil das Kind auf jeden Fall gestorben wäre und Ashley alles tun wollte, um das Leben ihres Kindes zu retten – wurde der Versuch gestartet: Und er gelang. Kaylie ist inzwischen sechs Jahre alt. Und auch Valeries Kind hat die Abtreibungspille überlebt. Der Besuch Delgados in Europa dient neben der Aufklärung über die Methode und die Erfahrungsberichte auch dazu, ein Netzwerk von Praxen und Krankenhäusern nach amerikanischem Vorbild aufzubauen, die schnell reagieren und den Frauen in Wohnortnähe sofort helfen können. Kein schlechter Anlass, um eine echte Versorgungslücke für Frauen im Schwangerschaftskonflikt zu schließen – auch was die offenbar nicht immer umfassende Beratung angeht. Laut Gesetz soll sie Alternativen aufzeigen und dem Schutz des ungeborenen Kindes dienen. Quelle: https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Die-zweite-Chance;art310,199096 vom 24. Juni 2019

Von Frau zu Frau: Einmal und nie Wieder

Anne-Marie Rey Schwangerschaftsabbruch-Infostelle (SVSS)

www.svss-uspda.ch reagierte am 8 October 2015: "Kind von Zeugung an"? Sorry, aber wenn eine Frau in der 7. SSW (5 Wochen nach Befruchtung) eine ungewollte Schwangerschaft abbricht und den Fruchtsack dank einem Mifegyne-Schwangerschaftsabbruch ausstösst (oft bei sich zu Hause), dann gehört das nun wirklich nicht zur Totenschau und Bestattung bzw. ins Krematorium...

Sternenkind.info: Sorry, wer entscheidet das? Sie Persönlich? Sie als verlängerter Arm einer hinterfragungswürdigen Medizin?

Die Würdigung geht der Liebe voraus.

Seit dem Jahr 2000 sind Angehörige im zwei stelligen Bereich zu mir gekommen, um zu Fragen, wo und wie sie nach einem Mifegyne-Schwangerschaftsabbruch ihr Sternenkind beerdigen können?

Reaktion von Sternenkind.info: Das geht mit Totenbeschau (in weiterer Folge auch über einen Bestatter) oder ohne Totenbeschau (in weiterer Folge ohne Bestatter, aber in jedem bestehenden Grab, wobei der Grabnutzungsberechtigte einverstanden, aber nicht Verwandt sein muss mit dem Verstorbenen.

Für jene, die in Wien in der Familie kein Grab haben, gibt es das Grab der Still Geborenen am 1140 Wien, Penzinger Friedhof, der Friedhofgärter blumen-floristeria.at ist Ansprechpartner und für das Öffnen und Schließen des Grabes zuständig.

Andere Angehörige haben berichtet, das sie unkremiert und ohne Totenbeschau auf dem eigenen Grundstück oder Nahe der Wohnung (die Betroffene war Mieterin eine Wohnung) ihr Sternenkind beerdigt und einen Baum oder Blumen drauf gepflanzt haben.

Seit 1.2.2013 haben wir in Österreich zudem ein geändertes Kindschaftsrecht: endlich wird das Kind um seiner selbst Willen gesehen, unabhängig davon, was die Mutter will. Doch in der Versorgung von während der Schwangerschaft, Geburt und in der 1. Lebenswoche verstorbenen Kindern ist das noch nicht angekommen.

10.10.2015:

Liebe Frau Rey,

ich weiß, das Sie persönlich sich gegen die Zuführung zur Totenbeschau schon immer ausgesprochen haben. Sie können mit Ihrem Körper und ihrer Leibesfrucht machen was sie wollen, so lange dem bei Ihrem Kind keiner Widerspricht, denn jedes Lebend geborene bzw. still geborene Kind hat auch einen Vater und Großeltern und schon jetzt eigene auch in der Schweiz ihm zustehende Bestattungs- und Erbschaftsrechte! Fragen Sie den Notar ihres Vertrauens! Schweizer Notare berichten: im Einzellfall kann auch ein still geborenes Kind erbberechtigt sein.  Medienbericht

Ich spreche mich allerdings dagegen aus, das die Medizin entscheidet, wer der Totenbeschau zugeführt wird und wer nicht, denn das Bestattungsrecht im Auftrag der Patienten/ Angehörigen hatte schon immer Vorrang vor den Wünschen der Medizin.

Nur weil man das Bestattungsrecht im Auftrag der Angehörigen mit Füssen tritt, in dem der behandelnde Arzt seinen Patienten darüber vor dem Eingriff den Patienten nicht aufklärt - und der Arzt somit dem Patienten in den Rücken fällt, weil er an der Leibesfrucht eigene Interessen vertritt.

Bislang blieben Sie die Antwort auf die Frage schuldig, wie der letzte Weg bei Ihnen ist, wenn eine Frau zum Abbruch ihrer Schwangerschaft zu Ihnen kommt.

In den USA gibt es wegen der ungesetzlichen Vermarktung von Leibesfrüchten eine eigene Petitionen http://citizengo.org/de/26807-planned-parenthood-verkauft-koerperteile-abgetriebener-kinder Brauchen wir so eine Petition auch für Europa?

MFG Sternenkind.info

nun zum Bericht von Frau Rey vom 11.10.2015:

Liebe Frau Tegenthoff

zu mir kommt niemand zum Schwangerschaftsabbruch. Ich bin nicht Ärztin.

Nein, Embryonen und tot geborene Kinder haben (in der Schweiz?) kein Erbschaftsrecht.*

Erben kann nur, wer lebend geboren ist.*

Nein, ÄrztInnen haben kein eigenes Interesse an Leibesfrüchten.*

In den USA gibt es KEINE ungesetzliche “Vermarktung von Leibesfrüchten”. Planned Parenthood hat bloss – mit vorheriger Einwilligung der betroffenen Frauen – Embryomaterial für Forschungszwecke an entsprechende Institutionen abgegeben, gratis, nicht verkauft/ vermarktet. Nur spezielle Aufwendungen (z.B. Speditionskosten) wurden verrechnet. Alles andere sind Lügen der US Abtreibungsgegner.

Ich wende mich überhaupt nicht dagegen, dass Paare, die im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft (sei es nach einer Fehlgeburt oder einem Abbruch aus medizinischen Gründen) eine Bestattung wünschen, dies auch durchführen können. Aber dies “von der Zeugung an” zu verlangen ist einfach nur absurd (die Frucht ist bei einem frühzeitigen Abbruch 2-8 mm gross!). Das Gewebe aus Schwangerschaftsabbrüchen wird normalerweise dem Krematorium abgegeben oder wie anderes menschliches Gewebe als spezieller Spital”abfall” verbrannt. Beste Grüsse Anne-Marie Rey

* blinde Flecken?

(Washington) Die internationale Abtreibungsorganisation und gleichzeitig weltgrößter Abtreiber, Planned Parenthood, gab den Verkauf von Körperteilen abgetriebener Kinder zu. Die Vorsitzende des Abtreibungskonzerns versprach, kein Geld mehr für die Weitergabe von Körperteilen getöteter ungeborener Kinder zu nehmen und meint, damit sei alles „in Ordnung“. Cecile Richards, die Vorsitzende des Abtreibungsriesen Planned Parenthood, absolvierte in den vergangenen Monaten zahlreiche Auftritte bei Fernsehsendern und gab wichtigen Zeitungen der USA, wie der Washington Post, Interviews. Das Ziel? Das angeschlagene Image des weltgrößten Abtreibungslobbyisten wieder aufzupolieren. Die abtreibungsbefürwortenden Medien öffnete bereitwillig ihre Tore...

Quelle: http://www.katholisches.info/2015/10/15/planned-parenthood-gibt-handel-mit-koerperteilen-abgetriebener-kinder-zu/

Brüssel (kath.net/ idea) Der Abtreibungsanbieter Planned Parenthood (Geplante Elternschaft) soll sein offizielles Gastrecht im Europaparlament verlieren. Dafür setzt sich eine fraktionsübergreifende Gruppe ein, zu deren Initiatoren der Abgeordnete der Familien-Partei, Arne Gericke (Tessin bei Rostock), gehört. Planned Parenthood wird vorgeworfen, über ihren US-Tochterverband Körperteile ungeborener Kinder an Forschungseinrichtungen zu verkaufen, etwa an Stammzell-Labore...
http://www.kath.net/news/52480

22.10.2015 Texas ist damit der sechste Staat nach Arkansas, Alabama, New Hampshire, Utah und Louisiana, der die Finanzierung von Planned Parenthood einstellt....

betrifft http://babykaust.de/flugblatt_egmr.pdf

Mag sein, das der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erlaubt hat, vor der Ordination eines Arztes das "Aufklärungsarbeit" durch unbeteiligte Dritte betrieben werden darf, - quasi als Stellvertretende Stimme des ungeborenen Kindes.

Andere begründen Ihr eigenes Handeln damit, weil in D das Abtreiben eines Kindes noch immer im Strafgesetz verankert ist.

Was ist verwerflicher:

  1. der Abbruch einer Schwangerschaft,
  2. das der Abbruch einer Schwangerschaft noch immer im irdischen Strafgesetzbuch steht
  3. oder die Tatsache, das diese Leibesfrüchte immer noch im Klinikmüll > Müllverbrennungsanlage landen können?

Wenn wir der Frau zugestehen, das Sie selbst entscheiden darf und das Sie ihr Verhalten persönlich vor Gott Rede und Antwort zu stehen hat, dann sollte es der Irdischen Vergangenheit angehören, das der Abbruch einer Schwangerschaft im irdischen Gesetzbuch steht. Vertraust Du Gott?

14.2.2019: Ausdruck für Liebe ist, deine Fehlgeburt zu beerdigen und deine Fehlgeburt am Standesamt dokumentieren zu lassen, denn so wird deine Fehlgeburt menschenwürdig behandelt und zum Menschen - doch warum geben so wenige Mütter den Auftrag dazu?