Ein Sarg sollte bei einem unkremierten Begräbnis am Fussende beschriftet werden mit dem Namen und Begräbnisdaten des Verstorbenen und mit dem Namen des Bestatters.
Ein Sarg sollte bei einem unkremierten Begräbnis am Fussende beschriftet werden mit dem Namen und Begräbnisdaten des Verstorbenen und mit dem Namen des Bestatters.

In der Vergangenheit akzeptierten viele Bestatter es, wenn Angehörige mit der offenen Bestattungsrechnung in Wien zu einem der ca 220 Rechtsanwälte > www.rechtsanwaelte.at > Erbrecht und Verlassenschaftsabhandlungen oder Notar gegangen sind. Die Kosten einer angemessenen Bestattung trägt nach § 549 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB), JGS Nr. 946/1811 idgF, die Verlassenschaft

gilt für Fehlgeburten: Das anschließende erscheinen vor Gericht www.vwgh.gv.at der Angehörigen als Zeugin wird vorausgesetzt zur Klärung, ob der Tote oder die öffentliche Hand die Begräbniskosten für ein einfaches unkremiertes Begräbnis zu übernehmen haben. Wer als Zeuge bei Gericht nicht erscheint kann durch den Bestatter geklagt werden!

Bei Fehlgeburten sind pastorale Assistentinnen in der röm. kath. Kirche zuständig.

Der geistliche Gemeindevorstand der röm. kath. Kirche(G) geht in einem das Begräbnis vorbereitende Gespräch mit beiden oder einem Elternteil auf ihre ganz individuelle Situation und Bedürfnisse ein und klärt mit ihnen die Teile und Reihenfolge der Lieder, Gebete, Texte, Ansprachen ec., welche es während der Trauerfeierlichkeiten geben soll.

Die eigentliche Trauerfeier beginnt mit dem Einzug und der Eröffnung:

G.: „Liebe Mutter! Lieber Vater! Ich möchte Ihnen versichern, dass Sie heute im Gebet der ganzen Gemeinschaft der Kirchengemeinde begleitet werden, sei es, das die Gemeindeschäflein hier mit uns gemeinsam Feiern oder zu Hause an Sie denken und für Sie beten, denn wir alle fühlen mit Ihnen und wollen Sie ein Stück ihres Lebens begleiten!

Oder mit den Worten von Apostel Paulus ausgedrückt: Wenn ein Glied der Kirchengemeinde leidet, dann leiden alle Glieder mit - und wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm." (1. Kor. 12, 26)

„So glauben wir – und versuchen auch danach zu leben -, daß alles, was uns im Leben an Freude und Leid widerfährt, von der ganzen Gemeinschaft der Kirche mitgetragen wird.

Was bei ihnen mit Freude begonnen hat, findet nun ein leidvolles Ende.

Die Hoffnungen, welche sie mit dem Kind verbunden haben, wurden jäh zerstört und werden wir jetzt begraben. Doch als Christen leben wir in dem Glauben, daß auch (ihre Tochter…, ihr Sohn…) in Gottes Hand gut aufgehoben ist.

Den sterblichen Leib aber, welcher der natürlichen Vergänglichkeit unterworfen ist, bestatten wir im Glauben und Vertrauen an Gott, der die Toten zu Leben erweckt.“ So wollen wir vertrauensvoll rufen: (Der Geistliche wendet sich dem Kreuz bzw dem Sarg zu) Kyrierufe - verschiedene Formen sind möglich.

K.: „Herr Jesus Christus, du kennst unser Kreuz, das wir jetzt zu tragen haben. Herr, erbarme Dich unser!“ A.: „Herr, erbarme Dich unser!“

K.: „Herr Jesus Christus, du kennst den Schmerz, den wir jetzt erleiden müssen. Christus, erbarme Dich unser!“ A.: „Christus, erbarme Dich unser!“

K.: „Herr Jesus Christus, Du kennst unsere Verlorenheit und unseren Schmerz, in der wir uns befinden. Herr, erbarme Dich unser!“ Gebet G.: „Herr Jesus Christus, wir bitten dich für diese Tochter…-für diesen Sohn…. Schenke ihm nun eine Wohnung und Heimat bei dir, wo jedes Leid – zu der von Dir vorbestimmten Zeit – in Freude verwandelt wird.“

Verkündigung G.: „Jesus Christus, den Gott von den Toten auferweckt hat, schenkt uns Worte ewigen Lebens. So hören wir jetzt das Wort Gottes in der Schriftlesung.“ Schriftlesung - Gemäß der elterlichen Wahl Ansprache – sie endet mit der Einladung zum stillen Gebet, z.B. formuliert mit folgenden Worten: G.: „Mitten in unserem Leid richten wir im stillen Gebet unseren Blick auf Gott, der uns trösten will, der uns Kraft und neue Hoffnung schenken will.“ Fürbitten – abschließend die Überleitung zum „Vater unser“, z.B. formuliert mit folgenden Worten:

G.: „Beten wir nun in Gemeinschaft mit der ganzen Kirchengemeinde, wie Jesus uns zu beten gelehrt hat: Vater unser im Himmel….“ Abschließend besprengt der Geistliche wortlos den Sarg bzw die Urne mit Weihwasser

Verabschiedung am Grab

– sobald die Trauergemeinde sich am Grab versammelt hat, kann der Geistliche das Grab segnen und dazu folgendes Gebet sprechen: „Herr, unser Gott, dein sind wir im Leben und im Tod. Wir bitten dich, segne diese Grabstelle und führe dieses Kind, dessen Leib wir hier bestatten, hin zur Auferstehung und zum vollendeten Leben bei dir.“

Der Sarg wird in die Tiefe gesenkt, während der Geistliche sagt: "Wir übergeben den sterblichen Leib dieses Kindes der Erde und bitten: "Heiliger, ewiger Gott, du hast uns durch den Tod und die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, getröstet und gestärkt. Wende dich uns in Güte zu und bleibe bei uns, bis auch wir den Weg allen Lebens gehen, um ein unvergängliches Leben bei Dir zu haben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“ A.: „Amen.“

Der Geistliche besprengt den Sarg mit Weihwasser, dann streut er Erde auf den Sarg – die Urne – und spricht: „Dein Leib ist der Sterblichkeit unterworfen, deshalb kehrt er zur Erde zurück. Der Herr aber nehme Dich in seine Herrlichkeit auf.“

Der Geistliche macht das Kreuzzeichen über dem offenen Grab und spricht: „Im Namen unseres gekreuzigten Herrn Jesus Christus ist Auferstehung und Heil.“

Der Geistliche weist mit der Hand zum Sarg – Urne – und spricht: „Der Friede sei mit Dir!“

Der Geistliche fordert die Anwesenden auf mit den Worten: „Bekennen wir nun unseren Glauben an Gott, der unseren Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat, und von dem wir uns erhoffen, daß er dieses Kind und einst auch uns an seiner Auferstehung teilhaben läßt.“

Alle Versammelten Gläubigen sagen Zeugnis ablegend: „Ich glaube an Gott und seinen Sohn Jesus Christus!“

(G).: „Zum Schluß unserer Feier empfehlen wir dieses Kind und uns selbst der Mutter unseres Herrn. Gegrüßet seist du, Maria.“

Geistliche: „Herr, gib diesem Kind und allen anderen Vorausgegangenen das ewige Leben.“ A.: „Und das ewige Licht leuchte ihnen.“

Geistlicher: „Laß´sie leben in deinem Frieden.“ A.: „Amen!“

Geistlicher: „Es segne und behüte uns der barmherzige und liebende Gott – der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“ A.: „Amen!“

Geistlicher entlässt die Gemeinde mit den Worten: „Gehet hin in Frieden.“