Als Gegenpol zur Aktion 'Allen Menschen ein Grab" ist die Webseite armenbegraebnis-humaner-klinikmuell/ entstanden, weil z.B. nicht alle in der Medizin greifbaren Leibesfrüchte der Totenbeschau - oder nur mit einem Leichenbegleitschein ausgestattet - einem "Armen-"Begräbnis zugeführt werden müssen.

Grundsätzlich ist das Bestattungsrecht in jedem Bundesland geregelt und doch ist es ein weltweit in der Politik ausformuliertes Problem. Das Grundrecht auf freie Gewissensentscheidung wird immer wieder bedroht, nicht nur bei den Angehörigen in Bezug auf Ihr während der Schwangerschaft, Geburt und kurz danach verstorbenen Kindes, sondern auch Ärzte und Hebammen in Ausübung ihres Berufes. Nicht nur in den skandinavischen Ländern Schweden und Norwegen werden Hebammen und Ärzte an der Ausübung ihres Berufes gehindert, wenn sie sich weigern, an Abtreibungen mitzuwirken.

Dr. Katarzyna Jachimowicz – eine polnische Ärztin, die in Norwegen arbeitet – verlor ihre Stelle, weil sie sich aus Gewissensgründen weigert, an der Durchführung von Abtreibungen mitzuwirken. Die Umstände der Entlassung lassen keinen Zweifel daran, dass diese aufgrund von Intoleranz erfolgte und die grundlegenden Menschenrechte der Ärztin verletzt. Ab dem 16. Januar 2017 wird die Klage der Ärztin gegen ihre Entlassung vor Gericht verhandelt. Mit dieser Klage will Dr. Jachimowicz auch eine Änderung der diskriminierenden norwegischen Gesetze erreichen.

Bitte unterstützen Sie den Einsatz von Dr. Jachimowicz für das Grundrecht auf Gewissensfreiheit und unterzeichnen Sie die Solidaritätspetition, mit der wir die Gewährung der freien Gewissensentscheidung für Ärzte, die in Norwegen nicht an Abtreibungen mitwirken wollen, einfordern. Den Link zum Unterzeichnen und Informationen finden Sie in der nachfolgend angefügten E-Mail:

Grüß Gott und Guten Tag, Gunnhild Fenia Tegenthoff, Dr. Katarzyna Jachimowicz, eine polnische Ärztin, die in Norwegen arbeitet, verlor ihre Stelle, weil sie sich aus Gewissensgründen weigert, an der Durchführung von Abtreibungen mitzuwirken. Wie ist es zu dieser Entlassung gekommen? Frau Dr. Jachimowicz ist eine Ärztin mit über 23 Jahren Berufserfahrung. Mehr als 4 Jahre lang war sie in der Familienklinik der Gemeinde Sauherad in Norwegen tätig. In diesem Zeitraum gab es keine Beschwerden oder Beanstandungen. Von Beginn ihrer Tätigkeit an wusste die Klinikleitung, dass Dr. Jachimowicz aus Gewissensgründen keine Hormonspiralen (Intrauterinpessar) verordnen würde. Dies war auch kein Problem, da andere Ärzte der Klinik diese an jene Patientinnen, die danach verlangten, verordneten und sie einsetzten. Hormonspiralen führen zu sogenannten Frühabtreibungen, da sie die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindern. In dem Vertrag zwischen der Klinik und Dr. Jachimowicz war eine Klausel enthalten, die Dr. Jachimowicz wegen der abtreibenden Eigenschaften von der Einsetzung von Hormonspiralen freistellte.

In den Jahren von 2011 bis 2014 kam es in Norwegen zu einer intensiven Diskussion über das Recht, aus Gewissensgründen gewisse Maßnahmen im medizinischen Bereich zu verweigern. Ärzte, die sich auf dieses Recht beriefen, wurden intensiv überprüft.

Am 1. Januar 2015 trat dann ein neues Gesetz in Kraft, das Ärzten grundsätzlich verbot, Eingriffe aus Gewissensgründen zu verweigern. Als einzige Ausnahme von dieser drakonischen Regel wurde nur der Mangel an fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Durchführung eines Eingriffes zugelassen.

In der gesamten Provinz Telemark widersetzten sich insgesamt vier Ärzte den neuen Anordnungen. Sie wurden erst einmal nicht entlassen, sondern man legte ihnen nahe, von sich aus zu kündigen. Drei Ärzte verließen daraufhin die Kliniken, in denen sie tätig waren. Nur Dr. Jachimowicz blieb in ihrer Klinik und arbeitete weiter. Daraufhin erhielt sie im Dezember 2015 von der Klinikleitung die Kündigung. Es ist wichtig, festzustellen, dass Dr. Jachimowicz nicht wegen ihrer Nationalität, mangelnder Sprachkenntnisse oder fehlender beruflicher Qualifikation gekündigt wurde. Die Kündigung erfolgte ausschließlich wegen des Gewissensvorbehaltes gegen die Einsetzung der Hormonspirale.

Dr. Jachimowicz sagt, dass sie in keinem einzigen Augenblick bereut hat, ihrem Gewissen gefolgt zu sein. Sie habe sich zwar anfangs wegen dieser Entscheidung innerhalb der Ärzteschaft isoliert gefühlt, doch nach einigen Monaten bekam sie Unterstützung von der norwegischen christlichen Ärztevereinigung „Kristelig Legeoforening“ nklf.no die ihr moralisch, organisatorisch und finanziell (sie deckt einen Teil der Verfahrenskosten ab) beisteht. Am 1. Juli 2016 wurde beim zuständigen Gericht eine Klage wegen ungerechtfertigter Entlassung eingereicht. Dr. Jachimowicz hofft darauf, dass ein Sieg vor Gericht die Gesetzgebung in Norwegen verändern wird. Dies ist sehr wichtig, weil es im medizinischen Alltag immer öfter zu schwerwiegenden Gewissenskonflikten kommt, die eine Entscheidung zwischen Leben und Tod erfordern. Bitte unterzeichnen Sie jetzt diese Petition an den norwegischen Gesundheitsminister Bent Høie:  http://www.citizengo.org/de/lf/37022-gewissensfreiheit-fuer-aerzte-die-nicht-abtreibungen-mitwirken-wollen-auch-norwegen

Mit der Unterzeichnung dieser Petition helfen Sie mit, dass Ärzte nicht weiter gezwungen werden, gegen ihr Gewissen zu handeln oder die Stelle verlieren, wenn sie sich weigern, ihrem Gewissen zu folgen.

Und natürlich ist jede Unterzeichnung auch ein persönliches Zeichen der Solidarität für Dr. Jachimowicz und alle anderen betroffenen Ärzte. Herzlichen Dank für Ihre so wichtige Unterstützung sagen das Team von CitizenGO

P.S.: Bitte teilen Sie diese Petition auch auf https://www.facebook.com/citizenGO.Deutsch und schenken Sie uns ein „Gefällt mir“, damit Sie möglichst zeitnah über Neuigkeiten und Erfolge informiert werden. P.P.S.: Bitte helfen Sie mit, diese Petition auch auf Twitter zu verbreiten: https://twitter.com/CitizenGOde/status/778542456237355008

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Um eine Nachricht an CitizenGO zu senden, verwenden Sie bitte das Formular: http://www.citizengo.org/de/kontakt.

Gerne können Sie unter http://citizengo.org/de/petition-entwerfen Ihre eigene Petition erstellen und bewerben.