Bozen, Südtirol, Italien Bozen, Okt 02: Gräber für vor der Geburt bzw rund um die Geburt verstorbene Kinder gibt es seit Ende August 2002. „Wir wollten uns in erster Linie um die Frauen kümmern, die in dieser schwierigen Situation oft allein gelassen werden“, betont Renate Totggler, Seelsorgerin in Bozen. „Für den Trauerprozeß der betroffenen Familien sei es wichtig, einen Ort der Trauer und zugleich einen Ort des Trostes zu haben.“ Nov.04: Mein Name ist Renate Torggler, Krankenhausseelsorgerin in Bozen, Südtirol. Ich habe mir heute eure Seiten gut angesehen und finde sie sehr informativ und hilfreich. Wie schön, dass erwähnt wird, dass es bei uns auch schon Gräber für so früh verstorbene Kinder gibt. Eines existiert in Bozen seit August 2002, es wird im Moment umgestaltet, sobald es präsentabel ist, schicke ich Euch ein Bild davon. Ein weiteres wurde kurz vor Allerheiligen in Bruneck gesegnet. In Meran laufen Bemühungen, ein solches Grab zu erhalten.

Ich darf Ihnen auch bekannt geben, dass in Bozen - Südtirol Anfang Dezember immer ein Gedenkgottesdienst mit Lichterprozession für verstorbene Kinder (vorrangig solche, die rund um die Geburt verstorben sind) vorbereitet wird. Sie beginnt in der Friedhofskapelle und endet am Grab der Schmetterling-Kinder (nicht bestattungspflichtige Kinder). Die Feier wird deutsch-italienisch sein. Dabei werden wir auch auf das worldwide-candle-lighting hinweisen und alle Eltern eingeladen, mit Kerzen an ihre Kinder zu erinnern. Es freut mich, wenn sie den Termin in Ihre Sammlung aufnehmen.

Für weitere Informationen: Renate Torggler Ninz, Krankenhausseelsorge Bozen - Tel. 0471 90 82 54; e-mail: seelsorge@sbbz.it

31.1.2007: Nach einer Abtreibung ist in der Lombardei eine Beerdigung künftig Pflicht

In der norditalienischen Lombardei müssen abgetriebene Föten künftig beerdigt werden. Dies gelte auch für Abtreibungen bis zur 20. Schwangerschaftswoche, heißt es in einem Beschluss des Regionalrates.

"Es geht um die Würde des Fötus", erklärte der Gouverneur der Region, Roberto Formigone.

"Das ist eine Regelung, die bereits als revolutionär betrachtet wird", kommentiert die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera". Ärzte melden allerdings Bedenken an, berichtet das Blatt. Die Regelung würde die ohnehin häufigen Schuldgefühle von Frauen nach einer Abtreibung verstärken. Dagegen sagt Formigone: "Die Eltern haben die Möglichkeit, die Beerdigung zu regeln". Wenn sie dies nicht tun, "dann kümmert sich das Krankenhaus darum und beerdigt den Fötus in einem Massengrab". Bisher würden Krankenhäuser abgetriebene Föten zumeist im Sondermüll entsorgen, heißt es. In Italien ist eine Abtreibung bis Ende des dritten Schwangerschaftsmonats erlaubt, in besonderen Fällen bis zum fünften Monat (20. Woche) .

Quelle: http://www.n-tv.de/760248.html Journalist: n-tv, JfdL-md

http://www.n-tv.de/panorama/Beerdigung-kuenftig-Pflicht-article211080.html

http://www.kath.net/news/15859

Zeitungen melden im Herbst 2007: es gab in der Region zwei Zentren, die sich dem Thema Schwangerschaftsabbruch verschrieben hatten. Vier bzw. acht Monate nach der oben erwähnten Gesetzesänderungen schlossen beide Abtreibungsangebote für immer ihre Türen, weil Forschungsarbeiten als abgeschlossen galten.

14.12.2014 Bozen

Liebe Frau Gunnhild Fenia,

ich freue mich, dass Sie sich gemeldet haben. In Südtirol gibt es inzwischen 4 Grabfelder für still geborene Kinder: in Bozen (Foto), Meran, Brixen und Bruneck. Weitere sind geplant (z.B. Leifers). Über Gräber im restlichen Italien ist mir nichts bekannt. Gedenkfeiern werden in Meran immer im Oktober und in Bozen am 1. Sonntag im Dezember (siehe angehängtes Plakat) und im Frühjahr (der Termin steht auch schon auf dem Plakat) abgehalten. Sie können diese Informationen gerne in Ihre Seite aufnehmen. Ich werde versuchen, Sie auch in Zukunft über unsere Aktionen am Laufenden zu halten. Liebe Grüße Renate Torggler