Krone 13.2.2016 keine Angst vor Studien!

Mitte Jänner ist ein Versuchsteilnehmer in Frankreich bei einem Medikamententest gestorben. Müssen Patienten (z.B. Frauen mit gyn. Tumoren), die (in Österreich) an Studien teilnehmen, nun besorgt sein? Dazu OA Dr. Christian Schauer: "In Frankreich handelte es sich um eine Phase-I-Studie, deren Sinn es ist, die Verträglichkeit eines Medikamnets an gesunden Menschen zu testen. Man spricht auch von sogenannten präklinischen Studien, die nicht im klinischen Alltag angeboten werden. Zwischenfälle dieser Art sind sehr selten und betreffen nicht jene Studien, die unsere Gesellschaft (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) durchführt. Bei uns sind es in der Regel Phase-III-Studien, bei denen das Medikament samt Dosoerung bereits erforscht ist. Daher kann ich erkrankten Patinnenen die Angst nehmen, an solchen Komplikationen zu sterben."

Die Medizin sagt "wenn Patienten bewußt und freiwillig an Studien teilnehmen, profitieren sie mehrfach:

  • gerne geforscht wird z.B. 'auf Grund der schlechten Prognose' oder 'zu Krankheiten, die gehäuft auftreten'
  • Vor der Teilnahme werden Patienten genauer untersucht, denn nicht jeder ist für die Teilnahme an einem Studienprojekt geeignet.
  • med. Seite: alle an der Studie teilnehmenden Mitarbeiter sind besser geschult, arbeiten daher fokusierter. Der normale Patient kennt das: wenn man selbst schwanger ist, selbst einen Gips trägt ec. sieht man plötzlich häufiger andere Schwangere, andere Träger eines Gipses....
  • Die Gefahr zum "Versuchskaninchen" zu werden, besteht - laut Medizin nicht. Zum Schutz der Patienten gibt es besondere strikte Regeln. Die Ethikkommision lässt Studien nur dann zu, wenn keine Gefahr für die Probanden besteht.
  • Teilnehmende Patienten erhalten ein besonders gutes Service: Ihr Arzt nimmt sich Extra-Zeit und ist rund um die Uhr erreichbar. Es finden mehr Untersuchungen statt (etwa zusätzliche Bildgebende Verfahren), die Krankengeschichte muss detalierter dokumentiert werden.
  • Die an einer Studie teilnehmenden Patienten sind zusätzlich versichert, erhalten Fahrkosten zurückerstattet ec. Vorgesehen sind auch jahrelange Nachbetreuung und - beobachtung.
  • Wenn Placebos (Arzneimittel ohne Wirkstoff) verabreicht werden, erhält der Patient trotzdem die Standarttherapie. Daher gibt es keine ethischen Bedenken.
  • Um an Studien als Patient teilnehmen zu können, gibt es für jede Studie eigene Parameter. Beispiel: mindestens 18 (nicht seelisch erkrankt, nicht besachwaltet), nicht schwanger (für die Zeit der Studie besteht seitens der teilnehmenden Patienten kein Kinderwunsch, kein Wunsch ein Kind zu zeugen, kein Wunsch, ein Kind zu empfangen). Für die Teilnahme an der Studie besteht ein ausreichend guter Allgemeinzustand des Patienten.
  • Für Studien an minderjährigen Kindern gibt es andere Parameter.
  • Freilich gibt es auch Studien an entnommenden Gewebe- und Körperteilen, die der Allgemeinheit - aber nicht mehr dem betroffenen Patienten dienen.
  • Patienten und Ärzte sind verpflicht, wahre Angaben zu machen.

Meine Informationen anerkennt jeder Mensch durch seinen Aufenthalt in Österreich (also auch wenn man als Urlauber sich gerade in Österreich ein Unfall leistet) das österreichische Recht an. Wer schweigt, stimmt (scheinbar) zu.

1.1.2008: Österreich hat gesetzlich gedeckt eine neue Organtransplantations- und -forschungsquelle:

SeDatum : 15. 1.2008  (9min.)

SeTitel : Konkret - Das Servicemagazin                                        

                                                           

Beitrag: Ersatzteillager Mensch / Gespräch Bachinger                         

Inhalt: Datenschützer schlagen Alarm! Sie sagen, in Österreich werden       

Leichen in großem Stil als Ersatzteillager genutzt. Ein neues Gesetz macht das

möglich. Künftig könnten Leichen kommerziell genutzt werden. Biotechfirmen   

könnten ein Riesengeschäft etwa mit Knochen, Herzklappen oder      

Augenhornhäuten von Leichen machen. Befürworter wiederum sagen, man

dürfe nicht vergessen, dass so Kranken geholfen wird.              

Preis für eine Kopie auf VHS oder DVD: EUR 38,50 inkl. Versand. erhältlich beim Videoservice des ORF

In anderen Ländern wie z.B. Deutschland, gilt die (erweiterte) Zustimmungslösung, das heißt, dass man einen Organspenderausweis haben muss - oder die Angehörigen müssen nach dem Tod zustimmen, damit Organe entnommen werden dürfen. Das führt zu Engpässen bei den Spenderorganen und zu mehr Kriminalität in diesem Bereich.

Ihren Organspendeausweis erhalten Sie bei www.dso.de

Themenhefte des Robert-Koch-Institut - Gesundsheitsberichterstattung:

Heft 17 "Organtransplantation und Organspende"

Dieses Heft können Sie in deutscher Sprache kostenfrei erhalten:

13302 Berlin, Postfach 650261

www.rki.de

2005: Keinen Organspendeausweis benötigen Sie in folgenden Ländern, denn die Ärzte dürfen bei Verfügbarkeit im Todesfall generell die Organe entnehmen.

Das gilt für Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Schweden, Finnland, Estland, Österreich, Luxenburg, Litauen, Lettland, Polen, Slowenien, Slowakei, Ungarn und Tschechien.

Das österr. Widerspruchsregister gegen Organspende befindet sich bei ÖBIG TRANSPLANT, Stubenring 6, 1010 Wien www.oebig.at

Aus Sicht der Medizin müssen Leibesfrüchte (in Teilen oder als Ganzes) und menschliche Ei- und Sammenzellen dzt.  entsorgt werden über den Klinikmüll > Müllverbrennungsanlage. Beispiel dieses Gesetz.

Ziel von Sternenkind.info: Vielleicht wird eines Tages das Kindschaftsrecht dahingehende geändert, das menschliche Ei - und Samenzellen und vor der lebend erfolgten Geburt alle Stadien eines Kindes - wenn durch die Medizin greifbar - verbindlich der Totenbeschau zugeführt werden müssen - um seiner selbst willen.

Berichte von Betroffenen:

Krone, Mittwoch, 28. Mai 2003: Im Wiener AKH war nach einem Herzinfarkt eine 35 jährige zweifache Mutter reanimiert worden. Ihr Gehirn hatte für etwa zehn Minuten eine Sauerstoffunterversorgung. Im AKH wurde die Frau künstlich am Leben erhalten. Zwölf Tage nach dem Infarkt bereiteten Ärzte die Betroffene zur Organentnahme vor – trotz des eindeutigen Verbotes der Angehörigen.

Für Georg Schmertzinger, der in seinen Arbeiten immer wieder die Bedeutung des Herzens für den Menschen betont, ist dieser Fall ein Skandal: „Wenn der (Gehirn.) Tod der Frau vor der Organentnahme eintrat, warum ist dann im amtlichen Sterbebuch die Zeit der Transplantation – also 3.40 Uhr – eingetragen? Und ganz besonders kritisiert Schmertzinger, dass den Medizinern das nein der Familienangehörigen egal war: “jeder Österreicher ist somit ein möglicher Organspender.“

Ein Jurist des Bundesinstitutes für Gesundheitswesen bestätigt das: Selbst wenn Ärzte das amtliche Widerspruchsregister missachten, droht ihnen keine Strafe – obwohl genau diese EDV – Datei all jene auflistet, die Organentnahmen nach einem „Gehirntod“ verweigern.

Soviel zum Artikel aus der Kronenzeitung www.krone.at . 

Ich muss zu Ihrem Artikel „verbotene Organentnahme“ Stellung nehmen, da mir vor einigen Jahren fast das gleiche passiert wäre. Nach einem Verkehrsunfall im Jänner 1996 lag ich mit schwersten Verletzungen 7 Wochen in Tiefschlaf.

Wegen zusätzlichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Blutvergiftung, Nierenversagen, toxischer Schock, bis zum Herzversagen war mein Zustand eigentlich aussichtslos. In dieser Situation konnte ich trotz Bewusstlosigkeit mit anhören, wie einer der Ärzte zu einer Schwester sagte, dass sie schon auf meinen Tod warteten, da ich „ein ideales Ersatzteillager“ sei.

In einem Zustand, in dem Verzweiflung und Resignation fast schon die Oberhand gewonnen hatte, gab mir diese Äußerung wieder so viel Kraft, dass ich den Kampf um mein Leben wieder aufnahm. Ich dachte mir: „Na warte, mich verwendest Du nicht als Ersatzteillager!“

Mein Schreiben hat zwei Gründe: Die Meinung, dass jemand im Tiefschlaf oder im Koma nichts mitbekommt, ist falsch. Deshalb sollten Ärzte und Pflegepersonal mit ihren Äußerungen und Kommentaren sehr vorsichtig sein.

Der zweite Grund ist die Frage, wann ich jemanden Organe entnehmen darf. Wann hat der Mensch keine Überlebenschance mehr? Wann ist es gerechtfertigt, die lebenserhaltenden Maschinen abzuschalten? In meinem Fall verhinderte das mein Mann, der sich nicht wegschicken ließ und auch dafür sorgte, dass ich nie alleine war, wenn es mir schlechter ging. Die Gefahr ist sehr groß, dass man mit Spenderorganen vor Augen auf den vergisst, in dessen Körper sie noch stecken.

Der Fairness halber muß ich aber auch sagen, dass die Ärzte, als sie merkten, dass doch eine Überlebenschance vorhanden war, auch verstärkt den Kampf um mein Leben begannen und – wie man sieht – haben wir gewonnen.

Evelyne Hufnagel, Strasshof

Die Medizin kennt keine Grenzen.

Schon bei der Definition, was natürlich gesetzte Grenzen sind, tun manche Menschen sich schwer, weil auch die Natur beständig sich weiter entwickelt und Kreuzungen zulässt. Ähnlich verhält sich die Medizin - nicht nur in der Forschung unter Tieren, denn die hier gewonnenen Erkenntnisse will man auch an Menschen anwenden.

Dazu schrieb die Kronenzeitung am 6.4.2016:

Schweineherz schlug 945 Tage in Affenbrust

Washington.- Der Langzeitversuch von US - Forschern lässt weltweit aufhorchen: Dank eines speziellen Wirkstoffs schlug ein Schweineherz 945 Tage in der Brust eiens Affen! Noch nie konnte die Abstossungsreaktion des Körpers nach einer artfremden Transplantation so lange erfolgreich unterdrückt werden. Schweine gelten auch für Menschen als potenzielle Organspender.